1 Jähriges.

Heute vor einem Jahr, habe ich angefangen Kalorien zu zählen.

Meine Aufzeichnungen starten mit 106,5kg am 30.04.16. Der aktuelle Tiefststand beträgt 74,1kg. Das macht -32,4kg. 🙂

Am 11.05. habe ich mich das erste Mal vermessen. Zu dem Zeitpunkt habe ich 105,7kg gewogen. Heute früh hab ichs schlicht vergessen. die letzten Daten sind vom 20.04. mit 75kg. (Die hatte ich heute aber auch drauf.)

Oberarme….: 11.05.16 – 38/40 / 31/31 – 20.04.17 = …-7/9cm
Brust…….: 11.05.16 – .113. / ..91. – 20.04.17 = ….-22cm
Unterbrust..: 11.05.16 – ..97. / ..78. – 20.04.17 = ….-19cm
Taille……: 11.05.16 – ..96. / ..75. – 20.04.17 = ….-21cm
Bauch…….: 11.05.16 – .111. / ..86. – 20.04.17 = ….-25cm
Hüfte…….: 11.05.16 – .123. / ..99. – 20.04.17 = ….-24cm
Oberschenkel: 11.05.16 – 75/75 / 58/56 – 20.04.17 = -17/-19cm
Wade……..: 11.05.16 – 51/52 / 41/42 – 20.04.17 = -10/-10cm
Knöchel…..: 11.05.16 – 35/32 / 26/25 – 20.04.17 = ..-9/-7cm

(Ich hab die Daten so aus dem Forum übernommen… deswegen ist die Darstellung jetzt nicht so wirklich hübsch… aber ihr werdet das schon lesen können. ^^)

Besonders krass ist die Erkenntnis, dass meine aktuelle Taille dieselben Werte hat, wie meine 11.05.16 – Oberschenkel. Das bekomme ich gerade nicht so ganz verarbeitet. Klar.. meine Oberschenkel waren überaus dick… aber SO dick? Ein wenig trauere ich um meine Brüste. Man lacht mich zwar aus, wenn ich sage, dass ich keine mehr habe, aber es ist wirklich irgendwie traurig. 😀 Mein nächster BH dürfte wieder die Größe haben, die ich mit 17 getragen habe. Faszinierend.

Ansonsten bleibt die Erkenntnis, dass die Differenzen sich ziemlich ähneln… wenn auch deutlich wird, dass meine Oberschenkel schon noch ein wenig hinterher hängen. Oben kann ich nicht mehr allzu viel abnehmen… an den Oberschenkeln gibt es da noch ordentlich Potenzial.

Kleidergrößen finde ich nach wie vor schwierig. Da ich hauptsächlich alte Sachen auftrage und die Größen mit den heutigen nicht so vergleichbar sind, kann ich da recht wenig zu sagen. Es sind auf jeden Fall ein paar weniger geworden. 😉 Das einzige was ich sagen kann ist, dass ich von Qwertee Girlie XXL zu Girlie L gerutscht bin… ^^

 

 

Tick Tack.

Asynchron. So fühle ich mich. Verstand, Gefühl und Angst-Ich ticken einfach nicht im Gleichklang.

Klar… Verstand und Gefühle sind sich selten einig, das kennt wohl jeder… und da versuche ich mich auch selten gegen zu wehren, weil das ist nun mal so. Wenn der Verstand weiß, dass man etwas lassen sollte und das Gefühl schreit „Ich will aber“… ja dann ist es halt Murks. Und wenn man dann so wie ich meistens auf den Bauch hört, geht es auch irgendwie schief… aber jetzt gerade ist Faktor 3 einfach lästig.

Verstand und Gefühl sind sich einig. Einfach zu gucken. Zu machen. Zu warten. Weil es reicht. Und gut so ist. Aber dieses Angst-Ich will Klarheit. Will Antworten. Und ist einfach so penetrant und macht alles so anstrengend. Und vllt. tickt es irgendwann durch und explodiert und dann ist da nur Schutt und Asche. Und Schutt und Asche wollen weder Verstand noch Gefühl. Die wollen einfach nutzen was da ist. 

Einatmen. Ausatmen.

Erzählen, dass es mir besser geht wollte ich. Darüber schreiben, dass ich seit dem Blogbeitrag letzte Woche meinen Arsch hoch bekommen habe und dann doch noch so einiges hier geschafft habe. Darüber reden, dass ich kurzzeitig mein Exil aufgegeben habe und einen durchaus netten Abend gehabt habe. Ich wollte positive Dinge schreiben. Vorhin noch. So „Alles wird schon irgendwie“ Dinge… und „Hey… nach dem Schreiben geht es immer aufwärts. Alles fein.“ Dinge… 

Und dann habe ich ein Tagebuch im Forum aufgerufen von jemandem den ich sehr, sehr schätze…. Und jetzt sitze ich hier und heule Rotz und Wasser… weil sie mit so ziemlich allem was sie einfach nur so in den Raum sagt tief in meinem Herzen rumrührt und Dinge zu Tage fördert die halt immer direkt Lawinen auslösen. Immer. Unabhängig davon, ob ich jetzt gerade ne depressive Grundstimmung habe, oder ob es mir ganz gut geht. Sie trifft einfach immer tief. 

Und genau deshalb hab ich es die letzten Wochen oft vermieden da rein zu schauen. Weil ich wusste, dass ich es nicht verarbeitet bekomme. Oder dass ich nicht den Kopf habe um es in dem Ausmaß zu würdigen, in dem es das verdient hätte… aber heute habe ich gelesen… und es ging um so vieles… Um den Mut sich zu trauen das zu tun, was man eigentlich möchte … das Vertrauen darin, dass es irgendwie schon gut werden wird… darum sein Leben zu nutzen… und irgendwann stand da auch ein Satz über junge Menschen und Krebs… und ich war gedanklich sofort bei der Chaoskatze… bei der ich manchmal schlicht vergesse, dass sie ja gar nicht mehr da ist. Und erst Recht nicht begreife, dass es schon 1,5 Jahre her ist… Und diese Erkenntnis, dass ihr Tod mich so viel mehr kratzt als jeder einzelne Todesfall in meiner Familie in den letzten Jahren. Dass da dieser Mensch so weit weg war… den man nur ein paar Mal gesehen hat… der einen so viel tiefer berührt als die eigene Verwandschaft. Die Erkenntnis, dass sie auch jetzt noch für all die Dinge steht, die ich einfach nicht so hin bekomme… und dass da immer ein wenig Neid mitschwang, weil sie einfach gemacht hat. Und weil sie – zumindest nie sichtbar – gehadert hat mit dem was passiert… Sie hat das getan was sie wollte. Egal für wie verrückt man sie gehalten hat. Sie hat es einfach getan. Und so oft nehme ich mir vor das auch einfach zu tun… einfach zu machen. Und tue es dann doch nicht. Und sehe wie die Zeit so verrinnt. Kätzchen, ich hab dich so bewundert. Immer. Und irgendwann… da werde ich mich auch einfach trauen. Versprochen.

Einfach schwimmen…

Mein Schlafrhythmus ist verdreht. Und das erste Mal im Leben fühlt es sich nicht gut an. Weil sich gar nichts gut anfühlt. Es ist bald 17 Uhr. Ich bin noch keine 3 Stunden wach und alles was ich fühle ist „Zu spät … zu spät… zu wenig Zeit … zu wenig Zeit…“

Es ist schon Dienstag. Von meinem geplanten „Urlaub“ oder „Menschen fasten“ ist „nur“ noch eine Woche übrig und ich fühle mich so gehetzt. Von allem. Von jedem. Vom Leben. Einfach nur gehetzt. 

Seit Wochen ziehe ich mich zurück… und bin einfach nur genervt. Angeschlagen und genervt. Egal wer was wie sagt. Es bedrängt mich. Verunsichert mich. Nichts macht wirklich Spaß. Zumindest stimmt das Verhältnis nicht. Möglicherweise macht es Spaß, aber es rechtfertigt nicht die Energie, die ich aufwenden muss um es zu erleben.

Überhaupt ist da das Problem. Energie. Ich fühle mich so ausgezehrt und ausgesaugt. Nicht wirklich depressiv, aber einfach überanstrengt. Wobei ich schon länger den Verdacht habe, dass sich meine Depression einfach gewandelt hat … und das jetzt die neue Version ist. Einfach alles zu viel finden. Leerer als früher. Abgestumpfter. 

Ich werde umziehen müssen. Da führt kein Weg mehr dran vorbei und in meinem Kopf rotiert es. Und es macht mir Angst. Es ist zu groß für mich. Und dann sind da diese Freunde, die ihre Hilfe versprechen, aber es ist einfach so anstrengend. So anstrengend drüber zu reden. So anstrengend dran zu denken. Ich mag nicht dran denken. Ich mag eigentlich an gar nichts denken.

Ich würde gerne einfach nur sein. Und funktionieren. Ohne Pläne machen zu müssen. Ohne mit irgendwas jonglieren zu müssen. In meinen Kalender schauen ohne dass mir schlecht wird. Weil da Dinge drin stehen mit denen ich mich nicht beschäftigen möchte. 

Wenn ich mich 2 Wochen nicht mit Terminen auseinander setzen muss – so dachte ich – würde ich ruhiger werden. Wieder zu mir finden. Aber es wird einfach nur konfuser und anstrengender. Ich vergesse zunehmend Termine. Ich vergesse und verdränge Ausgaben. Und plötzlich ist der 11. und ich bin so pleite wie nie zu vor. Habe nichts mehr auf dem Sparkonto. Nicht mal mehr auf dem Paypal-Konto. Ich bin so pleite, dass ich von nun an wirklich beim Einkauf mit dem Taschenrechner rumlaufen sollte. Und beten sollte, dass die Physio damit einverstanden ist erst im Mai abzurechnen. Und ich kann dafür nicht mal ne unvorhergesehene Ausgabe verantwortlich machen. Die gab es nicht. Ich hab es einfach nur verpeilt.

Und dann sind da diese Ausgaben die mit dem Umzug kommen werden. Und für die es keine Rücklagen gibt. Irgendwann in den letzten Monaten ist da was schief gegangen. Und ich weiß noch nicht so ganz genau wann und warum. Und wie.

 

Mein sicherer Hafen ist plötzlich nicht mehr stabil und fest. Er schwankt. Ich kann mich nicht mehr unerschütterlich drauf verlassen. Ich muss überlegen was ich wo sage. Wie ich wo bin. Und ich kann mich nicht drüber freuen, dass ich nicht den einfachen Weg gegangen bin. Weil ich es auch gar nicht gekonnt hätte.

Ich fühle mich allein. Teilweise, weil ich es bin. Weil da was kaputt gegangen ist. Teilweise, weil ich nicht reden mag. Weil ich es so anstrengend finde mit irgendwem über meine Befindlichkeiten zu reden. Weil ich genervt bin, wenn jemand fragt wie es mir geht. Weil ich das Gefühl habe jeden einzelnen meiner Sätze mehrfach erklären zu müssen. Weil ich glaube einfach nicht so sein zu können wie ich bin. Und weil ich nichts gutes erzählen kann. Ich mag nicht nur jammern, aber mir fällt so wenig anderes ein. Mir fällt nichts ein was einfach nur gut ist. Es ist nichts einfach nur gut. Alles ist anstrengend. Oder schmerzhaft. 

Ich kann nicht einfach gut schlafen, weil mein Kassettendeck nicht mehr funktioniert wie früher. Ich mag meine Wohnung nicht mehr, weil ich überall nach Schimmel Ausschau halte. Ich kann keinen Sport machen, weil mein Knie auch nach – ich weiß nicht wie vielen Wochen – nicht wirklich besser wird. Ich kann mich auf so vieles nicht freuen, weil es mit Geld verbunden ist oder mit Menschen die ich nicht sehen möchte.

Nichts läuft. Aber ich hab auch keine Kraft, Lust und Energie mit irgendwem darüber zu reden.