Wusa. Ich bin wach. Domian läuft. Ich kann mitschreiben. Ist das nicht herrlich? 😉 Gut… ein wenig Verspätung habe ich, aber wir sind erst beim zweiten Anrufer. 

Älterer Mann der in einem Nonnen-Heim aufgewachsen ist. Verprügelt und versklavt, wenn man das mal so kurz zusammenfassen darf. Grausig. Aber für mich jetzt leider nicht sonderlich überraschend. Wir müssen jetzt nicht über die Doppelmoral der Kirche und ihrer Einrichtungen diskutieren, oder? 

Mich persönlich würden nun die Spätfolgen interessieren. Über die hat der Herr aber noch nichts gesagt. Und wird er vermutlich auch nicht mehr. 

Am Ende kommen sie auf Hunde. Er hätte gerne einen, kann ihn sich aber nicht leisten. Wieso ich das hier erwähne? Weiterlesen.

Seine Vorgängerin hat mir eine Gänsehaut verpasst. Ihr wurde mit 14 das rechte Auge entfernt und irgendwie wurde die Narkose… vergessen. Gut, es erschließt sich mir jetzt nicht, wieso sie nicht während der OP wie am Spieß geschrieen hat. Oder wieso ihre Eltern offensichtlich nicht mit den Ärzten geredet haben. Das kann ich nun einfach nicht nachvollziehen. Aber die grundsätzliche Angst eine OP bei vollem Bewusstsein mitzuerleben… die teile ich. So ungern ich auch die Kontrolle abgebe und Vollnarkose mit Skepsis betrachte… ich würde auch nicht wach werden wollen. Hatte ich schon. Danke reicht.

Ich war irgendwie 12 oder 13 oder vllt. auch schon 14, als man mir einen Metallstift in den Kiefer montieren musste. Die vorgesehene Betäubung war nicht wirklich Narkose, aber auch nicht örtlich… irgendwas dazwischen. Ich war jedenfalls ordentlich weggetreten. Und plötzlich wieder da. Ich schätze so ne Viertelstunde vor Abschluss der ganzen Geschichte. Zwar hatte ich keine Schmerzen, aber mitzubekommen wie jemand da mit dem Hammer einen Metallstift in den Kiefer treibt… nun ja. Gibt schöneres. 😉

Jüngere Frau, ich hab das Alter überhört. Den Namen übrigens auch. „Ich verleihe regelmäßig meinen Mann.“ Sehr geil 😀 Vom Nonnen-Heim zum Swingerclub. Was ein Themenwechsel. Und kommen wir doch gleich mal zu einem der Geständnisse wo mich die Leute hinterher wieder fragen wieso ich das öffentlich mache: Ich finde es bewundernswert. Wenn man Sex und Liebe voneinander trennen kann, dann finde ich das generell sehr sehr gut. Denn nicht immer passt es. So sehr man sich auch liebt. Und bevor man unzufrieden in einer Beziehung steckt und immer unglücklicher wird: Swinger-Club, Offene Beziehung. Wenn mans kann und alle Beteiligten damit einverstanden sind: Super. 

Mein Ego würde mir das jetzt nicht erlauben. Ich bin vom Gefühl her sehr eifersüchtig. Auch wenn der Verstand oft vermeldet wie sinnfrei es ist. Aber der Gedanke, dass „Meins.“ mit jemand anderem ins Bett springt? Nein. Mag ich nicht. Muss nicht. Wäre doof. Überaus doof. In meiner idealen Traumwelt… wäre ich aber wahrscheinlich ein Mensch der genau das völlig okay finden würde. Von daher verstehe ich auch absolut nicht, wie man dieses Thema (zwanghaft) „hinter verschlossenen Türen“ halten muss oder will. Ich finde daran nichts abstoßendes oder perverses. Und in so Momenten würde ich mir auch wünschen… anonym zu bloggen. Ich hätte da noch einiges zu zu sagen. ^^

Nächste Anrufer. Ein Paar. Wieder sexuelles Thema. Feeding. Gut… DAS gehört zu den Dingen die ich nicht nachvollziehen kann. Aber wer es mag: Bitte. Viel Spaß dabei. Allerdings kocht er für sie. Das fände ich wiederum ganz gut. 😉 Bei 110kg auf 1,57m finde ich es gesundheitlich aber schon… arg grenzwertig. Aber gezwungen wird sie ja nun nicht. Also ihre Sache. Darf sich jeder selbst zu Grunde richten.

„Ich gehe seit August nicht mehr raus.“ Das sind mal eben 7 Monate. Uff. Und jetzt fehlen mir die Worte. Wegen einer unglücklichen Zahnarzt-Geschichte wurden der Frau mal eben alle Zähne gezogen. Sorry, das ist ein Thema bei dem mir gerade selbst übel wird. Zahnärzte und ich sind nun ja wirklich nicht die besten Freunde. Auch wenn sich mein kleiner Türke ja wirklich Mühe gibt. Freunde werden wir nicht. Und ich bin auch gerade dezent fassungslos…. Menschen sind merkwürdig. 

Doris, 54: „Ich bin seit 11 Jahren bipolar erkrankt, also manisch depressiv. Und seit 10 Tagen fühle ich mich normal. Wie ein neuer Mensch.“ Mein Star des Tages.

Sie wirkt sympathisch. Sehr. Bietet noch bevor sie von sich anfängt an: „Ich würde dem Mann 1 Jahr die Hundesteuer zahlen, wenn er sich einen anschaffen sollte.“ Solche Menschen gibt es viel zu wenige. Und wenn, dann sind sie meistens krank. Merkwürdig, oder?

Und vor lauter Zuhören vergesse ich zu schreiben. Aber es ist interessant… denn ihre Besserung kam nun durch ein „nicht zugelassenes“ Medikament. Ich gehe davon aus, dass es nicht „nicht zugelassen“ ist, sondern „nur“ Off-Label. Als Halblaie verhedder ich mich da jetzt hoffentlich nicht. Mir ging es damals mit Seroquel so. War für meine Zwecke – Träume stilllegen – nicht gedacht und musste schriftlich bestätigt werden. Das hätte mit der Kasse auch irgendwann Probleme geben können. Aber da ich ja irgendwann gar nicht mehr geschlafen habe, wurde es eh wieder abgesetzt. 

Ich könnte jetzt ausholen. Und mich darüber aufregen, dass viele hilfreiche Dinge durch Regularien und Bürokratie unmöglich gestaltet werden. Könnte ich. Wird aber nichts ändern. Ändern müsst ihr euch. Ihr müsst nachfragen. Hinterher rennen. Sagen was ihr wollt. Möglichkeiten selber suchen und den Ärzten vorschlagen. Ihr müsst das tun. Den Mund aufmachen und nicht einfach einstecken. Rechte einfordern. 

Sendung um. 😉

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