Was ein Thema. Da fällt mir ganz ohne zu hören schon eine ganze Menge ein! Denn hören werde ich das jetzt neben dem Schreiben. Die letzten Wochen habe ich die Themennächte nämlich so gar nicht mitbekommen.

Luxus (v. lat.: luxus = Verschwendung, Liederlichkeit, eigentlich „üppige Fruchtbarkeit“) bezeichnet Verhaltensweisen, Aufwendungen oder Ausstattungen, welche über das übliche Maß (den üblichen Standard) hinausgehen bzw. über das in einer Gesellschaft als notwendig oder sinnvoll erachtete Maß. Luxus fasst damit Phänomene zusammen, die für einen großen Teil der Bezugsgruppe erstrebenswert sind. Deshalb ist ihr Tauschwert oft erheblich, das heißt der Preis für ihren Erwerb hoch und deshalb sind Luxusgüter meist nur auf der Grundlage einer entsprechenden Ausstattung mit Macht oder Reichtum zu erwerben.

Quelle: Wikipedia.

Weicht doch ein wenig von der umgangssprachlichen Bedeutung ab. Oder erscheint es nur mir so? Diese Definition zielt meiner Meinung nach jedenfalls zu sehr auf den materiellen Bereich ab. Weiter unten in dem Wikipedia-Artikel wird das immaterielle auch noch thematisiert.

Anne, 68

Mit 21 geheiratet und nach Persien. Dienstmädchen, Goldgeschenke, Überfluss. Und dann wieder hier… ein normales Leben. Letzteres sagt ihr wohl mehr zu, missen möchte sie die andere Zeit aber wohl nicht.

Leider macht mich ihr Erzählstil wahnsinnig. ^^ Und auch der werte Domian hatte so seine Probleme.

Werner & Gisela, 90

Ich erinnere mich… hab es im Halbschlaf mitbekommen, dass sie so unglaublich alt sind. Und so unglaublich fit klingen. Und augenscheinlich auch sind. Einen neuen Computer gekauft. Zum Bücher schreiben. Jetzt mit 90. Während der Mann erst mit 79 aufgehört hat zu arbeiten. Ich bin beeindruckt. Schwer. Als Luxus Bücher kaufen und lesen. Und 2 Autos. Damit man unabhängig voneinander zu kulturellen Ereignissen kann. Er repariert sein Haus noch selbst, Gartenarbeit. 

„Wir freuen uns über jeden Tag…“

„Die Rache an dem Staat, dass wir die Rente jetzt ausnutzen“ 😀

„Und jedes Jahr nach Kalifornien zum Enkel… 12 Stunden Flug… das ist ein wenig (!!) anstrengend…“

DAS ist in meinen Augen Luxus. Alt UND gesund sein. Und lebensfroh!

Ein erfülltes Leben hinter sich haben und jetzt noch das Sahnehäubchen oben drauf. Wenn ich das jetzt so betrachte… hätte ich noch zwei gigantische Drittel vor mir, wenn ich mich mit 30 berappelt habe. 😉 

Rafael , 15

„Luxus ist für mich, dass ich nach 3 Jahren im Heim wieder nach Hause kann…“

Irgendwie… fällt mir da wenig zu ein. Was soll man dazu schon sagen? Abgesehen von: Ja. Schön. Ehrlich. 

Roland, 53

Mau. Was der Wulff jetzt in der Nacht unbedingt als Thema zu suchen hatte? Keine Ahnung. Ich kommentiere das auch nicht weiter. Nervt einfach nur.

Barbara, 51

Die Ex Bankerin… die ihr Geld mit vollen Händen ausgegeben hat. Weiß eigentlich noch jemand wie man spart? Ich könnte das gar nicht. Einfach alles raushauen. Ich hätte ja gerne wieder ein Sparkonto… aber das hat die Goldkatze nun mal gefressen und seitdem war es jetzt nicht mehr möglich Geld zur Seite zu legen… Aber ich würde… wenn ich könnte… Aber wenn ich doch unendlich viel im Monat verdiene… Das KÖNNTE ich gar nicht so schnell ausgeben. Und es erscheint mir auch wie ein trauriges Leben. Keine Familie. Keine Freunde. Immer nur oberflächlich. Arbeit. Geld ausgeben. Hölle. Nein. Kein Bedarf. Dann lieber arme Kirchenmaus. Und sie entdeckt das Leben nun neu… auch mal interessant.

Peter, 56

Millionärssohn. Zweistelliger. Millionenbetrag. Mit 24. Ich bin dezent sprachlos. Ehe mit Ehevertrag. Nach 9 Jahren Ehevertrag aufgelöst. Und ein halbes Jahr später haut sie ab. Gefickt eingeschädelt. Affäre mit dem besten Freund von Peter. 50 Millionen an die Frau. *kopfkratz* Irgendwas finde ich da jetzt nicht so stimmig… aber ooooooookay. Pleite und wieder hochgearbeitet. Und es zeigt sich, dass man auch mit wenig leben kann… auch wenn das keiner glaubt der grad mal eben ein paar Millionen auf dem Konto hat. 😉

Peter, 43

„Ich lebe mit einer 17 jährigen zusammen und mein Viagra bezahlt die Krankenkasse.“ – „Dein Viagra bezahlt die Krankenkasse?“ – „Die 17 jährige ist meine Katze… und das Viagra brauch ich für meine Erkrankung.“ Humor hat er ja. Der Peter. 😀 Scheint ja auch nen beliebter Name zu sein. Transvestit ist er auch. Spannend war es nun nicht. Aber egal. Sendung zu Ende. 

Und was ist nun für mich Luxus? 

Natürlich kann ich mich nicht davon lossagen auch Geld für meinen persönlichen Luxus zu brauchen. Allerdings macht es glaub ich schon einen Unterschied ob ich mich über einen 1€ Kaffee am Bahnhof wie verrückt freue, oder ob ich dafür unbedingt Champagner brauche. 😉

Gut, der 1€ Kaffee ist mittlerweile Geldbeutel leerende Gewohnheit geworden, aber das 3€ – Eis im Limbecker leiste ich mir vllt. 1-2x im Jahr. Und dann genieße ich es. Und lasse da auch kein Fitzelchen von verkommen. Egal wie schlecht mir davon wird 😀 

Luxus sind für mich Konzertbesuche. Weil es vllt. eine handvoll im Jahr sind und ich mich da Wochen wenn nicht gar Monate vorher drauf freuen kann. Natürlich auch mit Geld verbunden. Aber dafür hunger ich zur Not auch. Und auch wenn es manchmal sinnvoller ist nicht hin zu gehen… das Herz blutet, wenn ich Karten wieder verkaufen muss… :/

Luxus ist für mich Auto fahren zu können. Was sich vom finanziellen Aspekt schon entfernt, da es in erster Linie ja erst mal an dem mangelndem Auto scheitert. MEIN Auto steht nun mal weit weg. Aber dieses Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit ist mit nichts zu vergleichen. Scheiß auf Sex, echt jetzt. Nichts geht übers Auto fahren. Niemals!

Luxus ist es einen Traum zu haben. Einen möglicherweise sehr unrealistischen, aber einen Traum. Denn gerade in den letzten Monaten musste ich begreifen, dass nicht jeder nach „höherem“ strebt. Sondern sich einfach dem aktuellen Zustand hingibt. Und ich meine damit nicht das zufrieden sein mit der Gesamtsituation. Nein, das Abfinden und einfach „zufrieden geben“ ohne es wirklich zu sein.

Luxus ist eine Badewanne! Jawohl! 3 Wochen ohne zeigen wie wichtig die sein kann. *g* Nie wieder ohne.

Und dann wären da noch die obligatorischen Dinge:

– Solche wunderbaren Freunde haben und da einfach so sein zu dürfen wie ich nun mal bin. Das ist nicht nur wunderbar, sondern auch wahrer Luxus. Vor allem in dem Ausmaß. Und wieso ich ständig betone, dass ich „zu viele“ Freunde habe? Ich kenne einfach auch noch den Gegensatz von jahrelanger Einsamkeit.

– Mir die beiden Miezen leisten zu können. Diese ca. 30 € jeden Monat wirklich zu haben um die Monster hier bei mir haben zu können. Materieller Luxus der mir etwas viel wunderbareres ermöglicht. Hoffentlich noch sehr sehr lange. 

Gesundheit ist Luxus! Wie „oben“ bei Werner & Gisela. Alt und gesund. Und ich bin zwar nicht gänzlich gesund. Aber gesund genug um mich darüber zu freuen. Und „heilbar“ genug um einer rosigen Zukunft entgegen zu sehen. Und ich freue mich über jeden Tag an dem es mir gut geht. An dem Schmerzen nicht im Vordergrund sind. An dem ich kein emotionales Tief habe. So Tage wie heute – bzw. gestern – mit Sonnenschein und Freunden. Und Erfolgen. Und so weiter. Schön!

Die Sendung könnt ihr euch wie immer im Nachtlager herunterladen. Einfach im Sendungsarchiv stöbern. 🙂

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