Aus meiner Leidenschaft zum Trash TV mache ich ja eigentlich kein Geheimnis. Und mir ist der manipulative Aspekt gewisser TV-Sendungen oder generell der Sender auch völlig bewusst. Ob das Gesehene den Tatsachen entspricht ist auch völlig irrelevant. Es geht mir lediglich um den Denkanstoß den ich dadurch bekommen habe… 

„Ein Bus voller Bräute“. Durchaus amüsant. 20 Frauen. Ein Bus. In jedem Dorf 3 Männer. Die Frauen prügeln sich drum. So viel zur Grundlage. Dann war da eine Frau die sich mit allen überworfen hat. Ich fand sie auch schrecklich und ob man das jetzt alles so negativ zusammen schneiden kann ist mehr als fraglich. Eine gewisse Grund…Arroganz wird da wohl vorhanden sein. Wie auch immer, während ich mir das angeschaut habe kam mir der Gedanke: „Wenn wirklich alle gegen einen sind, wie kann man dann noch glauben, dass man mit dem was man tut oder sagt Recht hat?“ „Wenn doch wirklich wirklich alle einen scheiße finden, wieso fängt man dann nicht an darüber nachzudenken ob man nicht vielleicht wirklich scheiße ist?“ 

Und dann kam die Erinnerung. Ich war auch in der Position. Alle fanden mich scheiße. Ich stand da. Eine gegen alle anderen. In der Klinik, wollte mehrfach abbrechen und bin trotzdem da geblieben. Bin irgendwann zu dem Schluss gekommen, dass es nicht an mir liegt. Dass es an den anderen liegen muss. Dass nicht ich scheiße bin, sondern die anderen. Und ich frage mich ob ich auf die genauso gewirkt habe, wie diese Frau da im TV jetzt auf mich. Und ob sich die anderen auch dachten, dass ich doch irgendwann mal verstehen müsste, dass ich mich ändern müsste… 

Und ich habe mich geändert. Nicht so wie die das wollten. Aber ich habe mich geändert. Und ich bin so weit ganz zufrieden damit. Und offensichtlich hat die Masse nicht immer Recht.

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