Ein Jahr ist es nun her, dass wir uns nicht gesehen haben. Gestern um genau zu sein. Dementsprechend bist du dann glaub ich heute vor genau einem Jahr das letzte Mal durch meine Tür verschwunden. Also eigentlich… dann heute, oder? Ich benenne Treffen aber halt meistens an dem Tag an dem sie anfangen… So ist das nun mal. Wie auch immer.

Ich vermisse dich nicht mehr. Nicht mehr so sehr, dass ich bei jedem Gedanken an dich die Tränen schlucken muss. Den Platz hat jemand anderes eingenommen. Und da habe ich ein klein wenig die Hoffnung, dass es nicht so enden wird wie mit uns. Da sind die Tränen auch schon mal… positiv.

Aber ich denke noch sehr häufig an dich. Wenn ich Pinguine sehe. Wenn ich Pferde sehe. Wenn von Olympia gesprochen wird. Wenn ich London höre, oder an den Londonurlaub denke. Ich denke an dich und deine T-Shirts die du mir immer überlassen hast. Und ja… ich gestehe… jetzt gerade weine ich wieder. Aber das kann ich wohl getrost der momentan sehr niedrigen Heulschwelle zuordnen. Ich denke an dich, wenn jemand an mir vorbei humpelt. Und natürlich frage ich mich immer noch wie es dir geht. Was du machst, ob du noch lebst. Ob dein Zustand „lebenswert“ ist. Ob du es schon beendet hast. Und auch nach wie vor, ob ich erfahren würde, wenn es so weit wäre.

Manchmal stalke ich bei Facebook, ob du neue Freundschaftsanfragen angenommen hast. Das ist so ziemlich das einzige was ich als „Fremde“ sehen kann. Und es beantwortet mir die Frage ob da noch Aktivität ist. Ob da noch Leben ist. Genau so weit komme ich noch in dein Leben. Der Rest ist Erinnerung. 

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Und auch meine Beziehung hätte sich im Mai gejährt. Es tut mir auch nach wie vor leid drum. Denn es gibt kein böses Wort darüber zu verlieren. Es ging nur einfach nicht mehr weiter. Dennoch ist es irgendwie bezeichnend… dass der obere Abschnitt so viel größer ist. Tut mir leid. :/

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