Ich stehe irgendwann auf. Nicht wirklich gerne, aber ich tue es. Und meistens sogar vor 13 Uhr. Da ich ja nie sonderlich früh schlafen gehe bleiben dann trotzdem 12, 13 oder gar 14 Stunden Tag… davon abhängig wie man das sieht halt.. 

Seit zwei Tagen frühstücke ich morgens sogar (wieder)… was nach der ein oder anderen Erfahrung der letzten Tage vllt. auch ganz förderlich ist. Genauso wie ich auch relativ regelmäßig Mittag koche… oder zumindest mache. 

Ich war auch einkaufen. Was ich mir auch hätte sparen können, wenn ich die Ausbeute der Tafel betrachte. Da war ich übrigens auch. Bei der Tafel.

Habe brav Smalltalk mit einer älteren Frau gehalten die mich so verdammt schmerzhaft an meine Oma erinnert hat. Die mich genauso angestoßen hat, wenn sie was erzählt hat und auch genau die Dinge gesagt hat, die meine Oma wohl auch zu dem Thema sagen würde. Ich habe tapfer die Klappe gehalten, nett gelächelt und auf dem Moment gewartet mich abzuwenden ohne sie in Grund und Boden zu treten, während sie mir davon erzählt hat wie sehr die Kreativwerkstatt einen doch erfüllen kann, wenn man sonst nichts hat. 

Ich habe mich mit Mel getroffen. Habe sie in der Tagesklinik abgeholt und geregelt was zu regeln war. Habe einen offensichtlich bedauernswerten Eindruck hinterlassen, denn auf meiner Akte steht nun „Im Juli bitte, dringend“ und einen Termin fürs Vorgespräch habe ich auch. Immerhin der ist in 11 Tagen. 

War danach noch volle zwei Stunden mit Mel in der Stadt, habe festgestellt dass es viel zu viele preiswerte, schöne Schuhe gibt und ich das erste Mal in meinem Leben in einen Entscheidungskonflikt geraten könnte. Die Schuhe betreffend natürlich. Sonst wäre es wohl kaum ein 1. Mal. 

Habe die Spülmaschine zweimal beladen… und den ersten Teil sogar in die Schränke geräumt. Habe gekocht. Und Salat gemacht. Und Nachtisch. Selbiges sogar vernichtet und aufgeschrieben. 

Aber alles ist so schwer… und es macht nicht glücklich. Und nicht zufrieden. Und in mir ist einfach so viel Traurigkeit. Verständnislosigkeit. Immer noch. Und Resignation. Und letztere finde ich mit Abstand am bedenklichsten.

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