Heute war der 11. Juni. Also noch ist er es. Gleich nicht mehr. So gut wie rum, also heute war. Wie auch immer.

Der Orthopäden-Termin. Und ich habe wirklich hohe Erwartungen gehabt. Denn wir erinnern uns? Ich habe Schmerzen. Seit April. Nein, nicht der letzte April. Der April 2011. 14 Monate jetzt. Ich kann sogar noch das Datum angeben an dem ich das erste Mal Schmerzen hatte. Gut. Nicht ohne Kalender. Aber mit ginge das.  Jedenfalls war heute der Termin beim neuen Orthopäden.

Die Arzthelferin ist übrigens vermutlich, eventuell, möglicherweise Borderlinerin. (Zumindest ist das so laut Klischee der erste Gedanke. ;)) Wieso ich das vermute? Nun ja, sie trägt ihre Narben offen in ihrer kurzärmligen Arbeitskleidung. Und ich finde das gut. Wissen wir ja. Verstecken find ich doof.

Warten musste ich nicht lange. Allerdings war ich auch genauso schnell wieder raus. Und in mir steigt der Verdacht auf, dass Orthopäde eigentlich ein Synonym für „Schnell rein… kurz behandelt … schnell raus“ ist. Ich fühle mich also wieder etwas fix abgefertigt. Allerdings konnte er ohne die Vorbefunde auch nichts zu den Schmerzen sagen. Er nahm sich dafür meinen akuteren Schmerzen an, hat mich kurz eingerenkt und mir 6x Krankengymnastik verschrieben. Tja… so viel Hoffnung und dann? Ein Rezept für Krankengymnastik. 

Ich hab die Tränen runtergeschluckt… aber ich war schon sehr enttäuscht. Zumal ich bis vor kurzem mehr Schmerzen hatte als vorher. Obwohl der Wirbel hörbar draußen war und jetzt hörbar wieder drin ist. Möglicherweise kann ich heute Nacht sogar ohne Schmerzen liegen. Das wäre wunderbar.

In meiner Enttäuschung bin ich dann direkt mal zum Facharztzentrum hoch. Wild entschlossen. Ich habe die Orthopädie-Unterlagen nicht bekommen. Aber ich darf sie mir (ab) Mittwoch abholen. Mein bisheriger Orthopäde wird vermutlich nicht mehr praktizieren. Es scheint als wäre er ernsthaft erkrankt. Das tut mir leid für ihn, ich hätte die Information gerne früher gehabt. 

In der Gyn war keiner, aber die Befunde brauche ich auch erst im August. In der Allgemeinen hab ich es eigentlich nur auf gut Glück versucht… aber ich habe tatsächlich meine Akte ausgehändigt bekommen. Unglaublich. Wir haben es seit April ungefähr 4x versucht. Persönlich. Telefonisch. D. und ich. Patientin und Betreuerin. Und es war nichts zu machen. Heute hat es keine 10 Minuten gedauert. 

In der Neurologie gab es auch Neuigkeiten. Ab dem 1.7. ist eine Nachfolgerin da. Ob ich sie mir anschauen werde überlege ich mir noch. Warten werde ich wohl eh nicht mehr können. Ich werde mich wohl mal irgendwo als Notfall unterjubeln müssen… Und vom Gefühl her sollte ich das Facharztzentrum einfach ganz sein lassen. 

Entschlossen wie ich war… bin ich dann direkt bei meiner alten Physiotherapeutin vorbei. Wo ich vor 2? Jahren schon mal war. Oder war es letztes Jahr? Gute Frage… ich glaube sogar letztes Jahr. Egal. Ich bin hin und habe direkt für morgen Nachmittag einen Termin bekommen. Das ist gut, denn einen neuen Orthopädentermin bekomme ich erst nach den 6 Sitzungen. Es soll ein Ausschluss sein, ob die Schmerzen „von oben“ also vom Nacken kommen. Ich bin gespannt. Die Befunde werde ich trotzdem vorher bei ihm einreichen. 

Und weil ich gerade so in Fahrt war bin ich auch direkt zu meiner Hausärztin durch. Eigentlich wollte ich nur die Akte abliefern, aber ich konnte dann auch innerhalb von 10 Minuten zu ihr rein… und habe das genutzt. Gelesen hatte ich die Unterlagen natürlich vorher schon. Seit heute habe ich es dann auch schriftlich. Laktoseintoleranz. Geahnt hab ich es jetzt seit über 4 Jahren. Es schriftlich zu haben ist merkwürdig. Die Psyche macht daraus direkt mal größere bemerkbare Beschwerden. Ich werde mal drüber nachdenken was ich nun tue. An sich kenne ich kein Leben ohne grummeligen Bauch. Aber vllt. sollte ich es mal ausprobieren. Wenn ich mir laktosefreie Milch leisten kann. 😉

Wegen der Schilddrüse gibt es nächstes Quartal eine Überweisung zur Nuklearmedizin. 

Ansonsten hat sie mir geraten mich als Notfall bei einem Neurologen vorzustellen.

Und das spannendste war: Der Befund vom Rheumatologen. Er hat tatsächlich den Weg zu ihr gefunden. Das hat auch nur seit Januar gebraucht. Sie hat selbst mehrfach anrufen müssen, weil sie entweder nicht zu erreichen waren oder das Fax nicht bedienen konnten (leeres Blatt, statt Akte). 

Nun ja…  jetzt ist er da. Aber was ich von halten soll ist mir ein Rätsel. Erst mal wird da „Spondylose mit Radikulopathie“ in den Raum geworfen. Jaha… schön… und jetzt? Das ist ja selbst beim googeln schon kompliziert. 

Ich bekomme Krankengymnastik und Bewegungsbad empfohlen und soll mir eine Selbsthilfegruppe wie Rückenschule oder Wirbelsäulengymnastik suchen. *jubel* Nicht. Also ersteres ja. Aber bei „Selbsthilfegruppe“ schalte ich ab. ^^

Und abschließend… „Fortführen der Therapie mit Muskelrelaxantien und ggf. Antidepressiva zur Behandlung der fibromyalgischen Komponente der Erkrankung“. Kommentar der Hausärztin: „Schön… sie haben eine Komponente… das sagt uns jetzt… nichts.“ 😉 Ihre Empfehlung: Dem Orthopäden vorlegen und schauen was er sagt. 

Also war ich nach 3 Stunden wieder zu Hause. Schmerzen habe ich immer noch. 😉

Advertisements