Beim Blick auf die Artikel der letzten 2 Wochen ist mir gerade aufgefallen, dass sie eher oberflächlich gehalten sind. Ein wenig Senseo, ein wenig Schuhe, viel Bloggiges (Kommentare, Design, Denkmal), der →Tafel-Artikel

Die Geburtstagsgrüße meiner Oma und Bla.² sind da ja schon das persönlichste was ich so fabriziert habe… aber woran liegt das?

Hauptsächlich wohl daran, dass ich müde bin. Jeden Tag bin ich abends einfach unglaublich müde. Ich war viel unterwegs, hatte viel Besuch und wenn ich mal keinen Termin hatte, dann war ich hier zu Hause durchaus beschäftigt. Oder brauchte einfach die Ruhe. Und gerade, wenn man sich nichts vornimmt vergeht die Zeit ja auch unsagbar schnell.

Das waren wirklich schöne 2 Wochen. Und abgesehen von der Erkenntnis, dass meine Menschenkenntnis offensichtlich doch nicht so herausragend funktioniert und mein Orthopäde ein unsensibler Dreckskerl ist, kann ich mich wirklich nicht beklagen. 

Dennoch schwebt über allem ein gewisser ZeitDruck. „Nur noch 2 Wochen.“ – „Die letzte Woche.“ – „Nur noch 3 Tage.“ Dann beginnt der Ernst des Lebens. Und ehrlich gesagt habe ich mit jedem Tag weniger Lust. Mit jedem Tag steigt das Unbehagen. Die Angst. Auch wenn der Hinweg bereits organisiert ist und ich nicht alleine hinfahren muss. Aber jeden morgen, wenn ich aufstehe schaue ich auf die Uhr und denke mir „Zu spät, so bekommst du das nächste Woche definitiv nicht hin.“ Und bei allem was ich dann tue (Tibeter, Frühstück, wach werden) denke ich  mir, dass ich es zu langsam tue. Und dass ich zu spät kommen werde oder irgendwas vergesse. Gnarr.

Heute beim Blick in den Spiegel hatte ich dann mal wieder einen sinnlosen Dialog in meinem Kopf… darüber was mit dem Metall in meinem Gesicht passiert. Und dass ich nicht bereit bin die Piercings zu entfernen. Weil der Job ja eigentlich nicht mein Ziel ist. Und für ein Nicht-Ziel etwas mir wichtiges aufgeben? Nein. Und so spinnt sich da Dialog zu Dialog. Was ist mit den Haaren? Darf ich die noch mal (pink) färben?  Wie kompliziert wird es wenn ich direkt in der ersten Woche sage, dass ich in der zweiten Woche einen Tag frei brauche (für den Termin bei der Hautärztin)?  Und ab wann darf ich wohl anfragen wie es mit Urlaub im Februar aussieht? Ab wann sieht das nicht mehr blöd aus? Und wieso überhaupt ist diese Welt so verkorkst, dass man sich nicht traut nach Urlaub zu fragen, weil es ein schlechtes Bild auf einen werfen könnte?  Ich will ja nicht ne Woche nach Arbeitsbeginn fahren, sondern nach nem halben Jahr.  Und kann ich die Arbeitszeit wohl so drehen, dass die Tafel kein Problem wird? Und überhaupt… kann ich da einfach meine Klamotten tragen oder gibt es da Vorgaben? (Erinnerungen an Hospitationen für einen Nebenjob werden wieder wach. Wo man hinter meinem Rücken anfing zu reden, dass meine Shirts zu weit ausgeschnitten wären und ich damit die Männer verrückt machen wollen würde… Und nein.. ich habe keinen Ausschnitt bis zum Bauchnabel getragen und mich selbst hat man nie drauf angesprochen…) Und so viel Unsicherheit… und das alles nervt mich so unglaublich, dass ich nicht mehr will. Hmpf.

Und dann dazwischen verwirrende Episoden. Plötzliches Herzklopfen. Ziemlich unerwartet. Und ich bleibe skeptisch. Denn eigentlich wollen wir ja ohne Mann auskommen, nicht wahr? Und so wirklich Sinn ergibt es ja eh nicht. Wäre ja auch zu einfach. Und so weiter… bla.

Und über den Orthopäden und meine Menschenkenntnis schweige ich erst mal noch ne Weile… 

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