Ich bin heute ein wenig… weinerlich. Dünnhäutig. Ohne Grund und ohne Erklärung. (Mal abgesehen von dem Umstand, dass es in 4 Tagen überaus Ernst wird. ^^) Jedenfalls bin ich irgendwie bedrückt und das geht mir überaus auf den Geist. Echt jetzt.

Es ist mal wieder so ein Tag, an dem ich nicht mal sagen kann sonderlich faul gewesen zu sein. Immerhin habe ich sowohl eine Aioli als auch eine Muffin-Premiere hingelegt!

Heute früh habe ich im Dienste der Wissenschaft (natürlich nicht wegen der Aufwandsentschädigung) Blut zapfen lassen und auf dem Rückweg war ich sogar noch einkaufen. 

Alles lief völlig ohne Komplikationen. Ich habe meine Tibeter geturnt – heute mal bei Nisi im Schlafzimmer – bin mit ihr um irgendwann nach 6 aufgestanden, habe gescheit gefrühstückt. Hatte eine gemütliche Busfahrt – incl. persönlichen Fahrkartenkauf beim Fahrer. Habe den Weg auf Anhieb gefunden und bin nur einmal die falsche Rolltreppe runter und wieder rauf...  Auch der Umgang mit der Studienleiterin war unkompliziert. Fürchte eher ich habe ihr zu viel geredet 😉 Auf dem Rückweg habe ich sogar mehrere Leute nach Wechselgeld gefragt und im Endeffekt 4,80€ für nen 5€-Schein genommen, weil ich auch nicht eine einzige Haltestelle schwarz fahren wollte… Als ich mein Ticket dann gekauft hatte, war ich 30 Sekunden später an einem Automat der auch Scheine nahm. 😉

Aber ich hab alles überlebt und alles fühlte sich ganz gut an. Und die Küchenexperimente funktionierten einwandfrei. Und ganz nebenbei habe ich mal eben meinen Kühlschrank abgetaut. So ganz ohne Drama ohne Verluste. 

Wenn ich denn bloß nicht so unglaublich, verdammt müde wäre. Ständig. Täglich. 

Und wenn ich nicht mein Handy häufig anschauen würde und mir wünschen würde von dir eine Nachricht zu lesen. Die dann auch kommt, wenn ich mal vorsichtig anfrage. Und wir reden mehr miteinander als jemals zu vor. Als zu der Zeit als wir zusammen waren. Oder die Zeit dazwischen. Und natürlich auch mehr als zu der Zeit wo du am anderen Ende der Welt warst. Welch Wunder. Und trotzdem ist es mir zu wenig. Und es macht mich wahnsinnig. 

Mir gefällt es nicht mit welcher Intensität ich mich schon wieder darauf versteife etwas von dir zu hören. Wie sehr ich mir wünsche, dass du sagst „Hey, ich komm vorbei.“ Und ich bremse mich und frage auch nicht nach. Weiß ich doch selbst nicht was ich mit dir will. 

Aber dieses Gefühl, dieses darauf Fixieren. Es fühlt sich an wie ein ganz großer Rückschritt. Ein gigantischer Rückschritt. Denn eigentlich brauche ich doch gar keinen Mann – mal abgesehen vom Sex. Eigentlich wollte ich doch erst mal alleine klar kommen. Mir Zeit lassen. Und vor allem verflucht noch mal irgendwen Neuen. Ohne Drama.

Und es fühlt sich grade so an, als wäre diese „Ich komm alleine klar“-Haltung so fragil wie nie. 

Advertisements