Seit langem habe ich mal wieder mehr Artikel im Kopf als die Zeit sie zu schreiben. Und es ist ein gespaltenes Gefühl.

Denn es ist schon auch irgendwie Druck. Der Druck die Worte raus zu lassen, bevor ich sie vergesse. Gerade bei wichtigen, im Kopf kreisenden Themen kann das schnell passieren. Und auch der Gedanke ob es normal ist, soviel zu vergessen, oder was da in meinem Hirn nach wie vor fehlgeleitet ist, taucht immer mal wieder auf. 

Aber da ist auch eine sehr große Freude. Die Freude am Schreiben. Die Freude am ausführlichen Schreiben. Das was Twitter nun mal nicht leisten kann. Und es ist schön, wenn man Menschen mit seinen Worten erreichen kann. Wenn es irgendwas bewegt und wenn es nur zum Nachdenken anregt. Und selbst wenn man dann nicht meiner Meinung ist. Aber wenigstens sein Hirn mal angestrengt hat!

Und ich merke auch immer wieder diese Befreiung. Aussagen die ich mich früher nicht getraut hätte. Aus Angst vor Gegenwind. Aus Angst mit Kritik nicht umgehen zu können. Nein, ich hätte meine Ansichten zum Thema Suizid vor ein paar Monaten noch nicht geschrieben. Ich hätte mich nicht getraut. Ich hätte zu große Angst vor den Reaktionen gehabt. Und klar, natürlich habe ich immer noch Angst. Mir ist bewusst, dass ich damit Menschen auf den Schlips trete. Auch Menschen die ich wirklich gerne mag. Und manchmal dauert es ein paar Minuten/Stunden/Tage bis ich auf einen Kommentar reagieren kann. Weil ich mich sammeln muss. Aber ich hab es satt mich von meinen Ängsten bremsen zu lassen. Und deswegen tue ich es auch nicht. 

Und in mir sprudelt es noch ein wenig… und mir fallen noch mindestens 3 Artikel ein.. die ich heute.. jetzt.. auf der Stelle posten möchte… müsste… will. Wie auch immer. Und während es so sprudelt, schaue ich mir meine explodierende Statistik an… und frage mich wo die alle herkommen. Und wie ich sie wohl hier behalten kann. Oder ob sie nur einmal da waren und gar nicht wieder kommen wollen. 

Aber wie gesagt. Wie auch immer. Ich muss da noch was schreiben. 😀

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