Heute habe ich mich hingesetzt und meine Facebook-Freunde in Listen sortiert. Ein wenig sortiert wer was zu lesen bekommen darf. Was im Moment eigentlich total irrelevant ist, weil die relevanten Dinge hauptsächlich über die Seite laufen. Was eigentlich auch total bescheuert ist, weil auf die Seite jeder Zugriff hat. Und jeder meine Tweets lesen kann. Dennoch war es mir jetzt wichtig diese Listen zu machen. Obwohl ich bei Facebook selbst ja gar nichts mehr poste über den privaten Account… Eigentlich eine sinnlose Aktion wie man merkt.. Auch die Tatsache, dass man hier öffentlich erkennbar postet, den Blog vor der eigenen Familie aber besser verbirgt…  weil man keinen Nerv auf die Diskussionen hat. 

Jedenfalls… hab ich die sortiert. Enge Freunde, Freunde, und so weiter. Und als ich dann einen mir in der Vergangenheit überaus wichtigen Menschen von den engen Freunden „degradiert“ habe… ist mir der Entwurf eingefallen, den ich vor über einen Monat geschrieben habe… der aber nie fertig wurde…. Vermutlich weil es mich an dem Abend zu sehr beschäftigte. Mittlerweile weiß ich zwar nicht mehr was genau am 13.08. vorgefallen ist, aber das Gefühl ist nachhaltig da…

Entwurf vom 13.08.2012

Dass mich Tatsachen unglaublich herunterreißen können, obwohl ich sie lange, lange voraus geahnt habe ist ja nichts Neues. Etwas was sich lange in mir angebahnt hat ist heute Gewissheit geworden. Und zwar überaus bezeichnend und irgendwie sehr ernüchternd. 

Manchmal bringt es wirklich mal so überhaupt gar nichts an vergangenen Zeiten zu hängen. Manchmal sind Freundschaften abgelaufen. Wie Milch. Schmecken plötzlich sauer und verlieren somit ihren Wert. 

Und dabei war es in diesem Fall nicht mal ein „plötzlich“. Ganz langsam hat man sich voneinander entfernt. Zugegeben du dich mehr von mir, als ich von dir. Langsam wurde der Kontakt weniger. Die Entfernung nicht mehr überbrückbar und der viele, viele Stress (ich kann es nicht mehr hören…) hielt einen davon ab mit mir zu reden. Irgendwann fing es an fade und hohl zu schmecken, wenn du mal gefragt hast wie es mir geht.  Und schon lange war ich immer diejenige die dich angeschrieben hat. Die an dich gedacht hat und dir das gesagt hat. Die an gemeinsame Zeiten denken musste. Die sich rein gehangen hat, wenn es den Hauch einer Chance gab dich zu sehen. Doch wo blieb deine Initiative? Irgendwie war sie nicht mehr da. Und die Erkenntnis, dass ich auf der Prioritätenliste ganz weit unten stehe war durchaus hart und hat sich langsam aber sicher festgesetzt.

Dein Interesse an mir und meinem Leben irgendwo… vllt. weit im Hinterkopf. Gerade noch groß genug um zu fragen wie es mir geht, sofern ich dich angesprochen habe. Auf meine Antworten gab es dann meist schon keine Reaktion mehr. Vermutlich warst du da schon wieder unterwegs. Vielleicht hat dich die Antwort auch gar nicht mehr interessiert. Und ich hab mich gefragt wieso ich überhaupt antworte. 

Neuigkeiten musste ich dir förmlich aus der Nase ziehen. Manchmal gab es die ein oder andere spärliche Information auch mal so. Aber im Endeffekt? Haben wir uns auseinander gelebt. Immer weiter voneinander entfernt. 

Vor einer Weile habe ich dich und das Band zwischen uns in einem Artikel erwähnt. Ich musste lange suchen, denn ich hätte nicht gedacht, dass es wirklich schon so ewig her ist. Aber tatsächlich hatte ich bereits im Juni 2010 das Gefühl, dass das Band zwischen uns reißen könnte. Und das ist es nun  wohl tatsächlich.

Und es ist traurig. Geht es hier um gute 10 Jahre. Plus Minus 1 oder 2… die ich schon immer verwechselt habe. Ich müsste nachschauen. Aber welchen Unterschied macht das… Es sind viele Jahre. Und jetzt hat man sich nichts mehr zu sagen. Und wenn ich dann demnächst in Berlin sein werde. Dann werde ich nicht fragen, ob du Zeit hast. Und das obwohl  „nach Berlin fahren“ immer ein Synonym für „dich sehen“ war. 

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