Letzte Woche war es so weit. Ich war alleine auf dem Saltatio Mortis Konzert in Wuppertal. 

Nachdem der Donnerstag nun wirklich ein total sinnfreier Veranstaltungstag ist, konnte mich niemand begleiten. Da ich aber schon im März ein Konzert mit derselben Besetzung nicht wahrgenommen habe (weil es mir glaub ich zu stressig war), hätte ich es mir wohl nicht verziehen es jetzt wieder nicht zu besuchen. Als Online-Ticket zum selbst ausdrucken konnte ich sogar noch den ein oder anderen Euro sparen. Kurz darauf war das Konzert dann auch ausverkauft. Das hat mich jetzt nun nicht unbedingt so gefreut, weil ausverkauft ja auch bedeutet, dass viele, viele Menschen da sind. 

In weiser Voraussicht hatte ich mir den Freitag frei genommen, denn der Tag würde auch so schon stressig werden. Auch ohne um 1 Uhr erst wieder zu Hause zu sein. Und auch ohne Arbeit. Der Tag Donnerstag war allerdings auch nicht weniger stressig.

Zwischen Arbeit und Abfahrt hatte ich gerade noch Zeit mir ein Mittagessen zu zaubern. Für einen Kaffee fehlte dann schon die Zeit, denn ich war vorm Konzert noch verabredet. Prinzipiell eine super Idee, vom Timing her aber nicht so optimal geplant. Denn mir fehlte auch noch Kleingeld für das Zusatzticket und somit musste ich mich noch mehr abhetzen und vorher zum Supermarkt sprinten. Da sah ich dann, dass mein Lieblings-Energy-Drink Rockstar für 99 Cent im Angebot ist. Also mal eben mit 50€ (Geburtstagsgeld :D) eine Dose bezahlt und zum Bahnhof gehetzt.

Immerhin die Fahrt war ganz angenehm. 50 Minuten einfach sitzen bleiben ist jetzt nicht allzu stressig. Aber irgendwie habe ich es verpasst aus dem Fenster einen Blick auf die alte Heimat zu werfen. Die Bahngleisen führen nämlich nur 5 Meter am ehemaligen Garten vorbei und theoretisch kann man bis in die Küche schauen. ^^

Um 17.30 Uhr kam ich dann an und die herzallerliebste →Frau Wupperwasser erwartete mich schon. 

Es war wundertollst, obwohl oder gerade weil man sich jetzt eigentlich nicht so kannte. Normalerweise habe ich vorher wesentlich mehr mit meinen Verabredungen geschrieben, aber hier war es halt eine eher spontane Sache 🙂 Wir haben knappe 2 Stunden gequatscht und werden das sicher wiederholen. Sie brachte mich auch bis zum Einlass und stand mit mir in der Kälte rum bis ich mich dann doch mal herein getraut habe… *hust*

Drinnen angekommen stand ich erst mal 15!!! Minuten an um meinen Mantel an der Garderobe abzugeben. Auch mal was Neues. Doch dann war noch Zeit um was zu trinken, das Tour-Paket (Alle 3 Alben <3) zu kaufen und sich einen Platz zu suchen. Ich lande irgendwie fast immer vorne rechts. Nur bei Schelmish ist es meistens vorne links… 

Also stand ich da… und gerade das Warten auf den Anfang ist alleine irgendwie überaus nervig. Aber ganz so angestarrt kam ich mir gar nicht vor. Auch wenn es immer mal wieder merkwürdig war und mir sonst auch niemand aufgefallen ist der alleine da war… 

Ziemlich pünktlich um 20 Uhr fingen sie dann an: Das Niveau! Hier schon öfter verlinkt, also einfach suchen. *hust* Es war lustig, auch wenn manche Jokes langsam nachlassen, weil man sie halt einfach kennt. Aber die Niveauisationen sind unschlagbar und ich bin immer wieder beeindruckt, wie man spontan nur mit einer Tonlage und einem Titel ein Lied improvisieren kann. Großartig. Leider hatte sich das nach 40 Minuten schon wieder erledigt. 

Es folgte eine ewig lange Umbaupause und dann eigentliche Konzert.

Letzteres war grausig. Was jetzt wirklich nicht an der Performance der Band lag, aber die Akustik in der Location ist wirklich gruselig schlecht gewesen. Weder Stimme, noch Dudelsäcke waren zu hören. Beides nicht gerade unwichtig würde ich meinen. In erster Linie tat es einfach nur weh im Ohr. Beim Niveau war das vorher nicht so aufgefallen, da die beiden ja nur mit Akustikgitarre und Kazoo auftreten. 

Ich habe es nicht bis zum Ende ausgehalten und bin nach nicht mal 1,5 Stunden gegangen. Wie lange sie da dann noch gespielt haben weiß ich nicht. Ich bin jedenfalls zum Bahnhof gehetzt, habe mich noch fast verlaufen (den Eingang zum Bahnhof nicht sofort gefunden… *hust*) und die Bahn in letzter Minute bekommen. Immerhin war ich eine Stunde früher als geplant zu Hause. 

Und hab das Niveau gesehen. 

Und weiß, dass ich zukünftig keine Musik-Veranstaltung in der Börse mehr besuchen werde. 

Aber, ich hätte mich geärgert, wenn ich nicht da gewesen wäre. 😉

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