Der Drucker ging heute früh nicht, also gab es erst mal keinen Stress. Während der Arbeitszeit ging er plötzlich wie von Zauberhand wieder, obwohl keiner weiß woran es im Endeffekt gelegen hat. Zu dem Zeitpunkt saß ich aber auch noch mitten in meinem Geocaching-Artikel und die letzten Feinarbeiten fehlen auch noch. Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und die dafür erst mal nötige Reihenfolge der Artikel. Letzteres ist meine Aufgabe, Deckblatt und Bild fürs Inhaltsverzeichnis macht unser Knipser. Auch der Wunsch vom Anleiterlein, eine Seite über die vergangene Fahrradtour zu machen, muss noch irgendwie berücksichtigt werden. Da von uns aber keiner mitgefahren ist fehlen da nötige Informationen. Die könnte man sich jetzt morgen beschaffen. Doch dann kam plötzlich die Aussage vom Anleiterlein, dass man ja auch morgen drucken könnte. Er könnte auf die große Korrekturleserei verzichten, ginge davon aus, dass wir schon wissen was wir tun und nichts schreiben was uns Ärger machen könnte. Nun ja… Ob er dafür auf seine Radtour-Seite verzichtet? Letztere finden wir eh nicht so wichtig. ^^ Wir werden sehen. Morgen ist eh verkürzt, weil wir um 12 Uhr zum Grillen rüber gehen. Und ich ein paar Minuten vorher abhaue um mit dem Sozialpädagogen zu reden. Letzeres ist reine Formsache, denn eigentlich ist alles geklärt. 

Ich hatte am Dienstag ein sehr ausführliches und sehr gutes Gespräch mit Anleiterlein. Vorrangig ging es dabei um meinen freien Mittwoch und ich kann euch feierlich verkünden, dass ich den vorerst behalten darf. Es gab zwar wieder nur ein „erst mal“, aber er betonte auch, dass es so laufen wird solange es so sein muss und besser für mich ist. Er entschuldige sich sogar, dass er den psychologischen Blickwinkel bei den ersten Gesprächen nicht berücksichtigt hätte. Offensichtlich würde es auch nicht an meiner Arbeitseinstellung liegen. Das war also schon mal überaus positiv.

Irgendwann weitete sich das Gespräch aus und landete bei den Bewerbungsunterlagen die ich erstellen sollte. Ich teilte ihm mit, dass mir bei dem Gedanken schon schlecht wird, weil das Erstellen der Unterlagen nun mal auch dazu führt, dass ich über mich selbst nachdenken müsse und da im Moment nun mal in der Luft hängen würde. Im Endeffekt müssen die Unterlagen nur bis Vertragsende vorliegen. Da er nicht daran zweifelt, dass ich das im Ernstfall quasi über Nacht könnte, ist das erst mal wieder vom Tisch.

Ihm war auch wichtig von mir zu hören, dass mir die Arbeit nicht zu niederschwellig ist und das ist sie nicht. Ich betonte noch mal wie froh ich bin in der EDV gelandet zu sein und nicht im Kreativbereich. Die Arbeit da wäre nicht mein Fall gewesen und wohl eher zu niedrig. Auch wäre die Arbeit nicht mein Problem und nicht der Grund wieso ich immer mal so matschig bin. Viel mehr ist es die Auseinandersetzung mit den Arbeitskollegen. Es tauchen Konflikte auf, vor denen ich früher einfach ganz weit weg gerannt wäre. Sitzt man im gleichen Büro kann man nicht wegrennen. Arbeitet man an der gleichen Sache gestaltet sich das noch schwerer. Meiner Meinung nach sollte sie einfach die Arbeit an der Zeitung einstellen. Mit der Meinung stehe ich aber relativ alleine dar. 😉 Die Meinung gehört natürlich auch nicht zu den Dingen die ich dem Anleiterlein vermittelt habe. ^^

Irgendwann fiel der Satz von ihm: „Sie sind doch noch so jung.“ und ich musste kurz auflachen. Ich betrachte mich nicht als jung. Auch Aussagen, dass man vielleicht erst mal andere Wege einschlagen muss, um vom eigentlichen – fest gebissenen Weg – ab zu kommen fielen. Eine Freundin von ihm hätte mit 38 das Psychologie-Studium begonnen und mit 50 beendet. Und an diesem Satz hänge ich nun seit Dienstag. 

Vllt. hat er ja Recht…

Advertisements