Ich drück mich drum. Die ganze Zeit drücke ich mich um den Jahresrückblick. Ich will mich nicht wirklich daran erinnern, denke ich. Will nicht auseinander nehmen was gut oder schlecht war. Denn selbst, wenn es mir relativ „neutral“ geht, so wäre das Fazit wohl doch eher negativ… 

Und dann würde ich ihn auch gerne sortierter schreiben. Nicht einfach nur so runter. Sondern vllt. nach Monaten, oder so wie letztes Jahr nach Bereichen. Letzteres war jetzt auch der ursprüngliche Plan. Aber weil ich mich jetzt erfolgreich stundenlang drum gedrückt habe, bleibt da nun auch nicht mehr die Zeit für. Und so wirklich erinnere ich mich ja ohne nachlesen eh nicht.

Das Jahr ging einfach so vorbei. Ohne wirklich viele Höhepunkte. Es waren kleine Inseln, die schön waren. Reisen & Konzerte. Besuche. Aber so im großen Ganzen war es einfach in erster Linie anstrengend und ernüchternd. Ein ewiges von Insel zu Insel hangeln ohne wirklich sagen zu können, dass es bald anders wird. Dass es besser wird. Dass man mal wirklich durchatmen kann. Es wurde nicht besser, es wurde nicht entspannter und nach durchatmen ist mir auch nicht. 

Ich hänge immer noch irgendwo im Mai. Hänge an Erinnerungen. Vermisse. Sehnsüchtel. Und drehe mich immer wieder gedanklich im Kreis. Immer noch sind so viele ungeklärte Angelegenheiten offen. Zu viel „Ich weiß nicht wohin mit mir.“ 

Und klar. Ich hatte beschissenere Jahre. Nicht abstreitbar. Aber trotzdem bin ich nicht zufrieden.

Und vermutlich würden ausführlichere Rückblicke auch nicht besser aussehen. 

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