„Erholen sie sich gut.“ , wurde mir gesagt. Und das war ja auch der Plan. Mich erholen. Das tue ich. Und ich muss sagen: Mir tut der Krankenschein gut.  Natürlich tut er mir gut. 

Ironischerweise schaffe ich aber auch direkt wieder mehr als ohne Krankenschein. Natürlich schlafe ich länger (2 Stunden) und ich gehe auch nicht unbedingt vor die Tür, wenn ich es nicht muss. Ich bin ein emotionales Wrack, anfällig für Streitereien oder Gefühlschaos. 

Aber ich war nur eine halbe Stunde wach und hatte in der Zeit bereits die Tibeter (1. Tag) hinter mir, die Küche ein wenig aufgeräumt, war angezogen und im Bad und hatte ein gescheites Frühstück vor der Nase. Nach nur einer halben Stunde. Wenn ich arbeite habe ich eine Stunde zwischen Wecker und Abfahrt… und schaffe da nicht mal die Hälfte… 

Ansonsten habe ich heute meinen Schreibtisch aufgeräumt, noch mal die Küche gemacht, gekocht (für minimum 2 Tage), und einfach ein wenig mein Hirn sortiert. Ich habe meinen Englischkurs angeschaut (2. Tag), und die To-Do-Liste für die ganze Woche erstellt. Mich auf die Waage gestellt, mir einen Überblick über die Katastrophe verschafft und wieder angefangen zu notieren was ich da jeden Tag zu mir nehme… 

Alles nur, weil ich zu Hause bleiben darf. 

Und ich bleibe nicht mehr bis ewig wach, weil ich nicht mehr das Gefühl habe am nächsten Tag keine Zeit für mein Leben zu haben.

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