Und es ist eigentlich erstaunlich, dass es mich so überrascht hat. Dass ich von meiner eigenen Stimmung doch tatsächlich so überfahren wurde. Denn wenn ich ehrlich zu mir bin, dann ist alles so wie immer. Die Euphorie weicht und macht Platz für die Gedanken an alles was das so mit sich bringt. Und statt einfach mal zu genießen macht sich in mir die Angst breit.  Die Angst nicht mehr genug Platz für mich selbst zu haben. Es schnürrt mir den Hals zu und das Atmen fühlt sich so viel schwerer an. Und es macht keinen Spaß. Es macht wirklich einfach keinen Spaß so zu sein. Aber es ist so wie immer und zumindest bei den letzten Malen hat es ja trotzdem irgendwie funktioniert und somit warte ich einfach ab. Versuche auf mich zu achten, versuche meine allgemeine Genervtheit nicht auf  ihn zu übertragen und irgendwie einen Mittelweg zu finden. Nur dass ich mich dabei schon völlig im Gedankenkreisel verliere und einfach nicht weiß was ich tun soll. 

Und auch wieder die Gedanken, ob ich das schreiben darf. Ob ich das hier schreiben sollte. Ob ich es mir kneifen sollte, oder mit PW-Schutz, was aber auch nicht unbedingt etwas bringt, je nach dem wer das Passwort so hat. Ob es zu öffentlich ist. Ob es normal ist das hier zu notieren statt mit mir selbst auszumachen. Oder im kleineren Kreis. Losgetretende Gedanken, seitdem mein Bruder meine Seite geliked hat und der Herzmensch neben mir sitzend meinen Blog gelesen hat. Das sind die Konsequenzen, die mit dieser Öffentlichkeit mitkommen… Es ist so. Ich kann es nicht ändern. Aber damit umgehen klappt offensichtlich auch nicht immer. Und somit falle ich auch hier immer wieder in die alten Muster zurück. Kneife mir stundenlang das Schreiben, bis ich an den Worten fast ersticke… und schreibe im Endeffekt doch. Mit Bauchschmerzen. Und der irgendwann greifenden Verdrängung, dass ich besser gar nicht wissen will, wer das hier alles liest…

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