Noch 13 Stunden die ich im Büro verbringen werde. Vielleicht auch nur noch 11, denn am Freitag wird wieder gegrillt und dann ist halt früher Schluss. Wäre ja auch nicht so schlecht. Nur noch 13 Stunden, ein vollgepacktes Wochenende, einen Zahnarzttermin und dann habe ich am 5. und 6. tatsächlich keinen einzigen Termin! Gut, ich werde packen müssen, aber es gibt ja auch anstrengenderes als Urlaub… 😉

Witzigerweise muss ich seit Freitag tatsächlich arbeiten. Das ist schon irgendwie Ironie des Schicksals, dass ich plötzlich mehr zu tun habe, als ich bewältigen kann.  Wo man sich doch vorher die meiste Zeit mit privatem Kram beschäftigt hat, oder eben der Zeitung, die man ja auch eher selbst organisiert hat und bei der es eher selten Zeitdruck gab. 

Aber nun – so kurz vor Schluss – habe ich wirklich was zu tun. Inventurlisten. Und Chef ist von meiner Arbeit restlos begeistert. Ich arbeite zügig, korrekt und vor allem … intelligent? Ich weiß es nicht… jedenfalls fällt er immer wieder vom Glauben ab wie gut ich doch bin. Dummerweise bleibt da natürlich die Zeitung auf der Strecke… und langsam wird es knapp,  was das Druckdatum angeht. 

Fest steht, dass es eine dünne Zeitung wird. Wir sind nach wie vor nur 2,5 Schreiberlinge + Fotograf. Letzterer wird seine Fotostrecke noch kommentieren und das war es dann auch. Es wird Lückenfüller geben. Sudokus, Witze etc. Aber wenn es hoch kommt schaffen wir magere 20 Seiten. Aber egal. Besser als nichts. Und meine Seele braucht ein Abschlussprojekt.

Wie ich das bewerkstelligen soll, wenn ich morgen wieder den ganzen Tag Listen formatiere? Ich weiß es nicht so ganz. Aber ich werde selbst noch mindestens 2 Seiten produzieren müssen, damit wir es hinbekommen. Und mir liegt da nun mal viel dran.

Die Arbeit, wie sie jetzt im Moment ist… gefällt mir eigentlich sogar. Klar, ich bin massiv hirngefickt (weswegen ich die Katze auch mal eben ins Nord geschickt habe… um 2 Stunden runter zu kommen) und hundemüde. Aber man hat was zu tun. Und es ist ein „Erfolg sehen“. Funktioniert natürlich auch nur so, solange von oben nicht irgendeine andere hirnrissige Vorgabe kommt, die alle bisherigen Arbeiten wieder umwirft. Aber heute war es irgendwie befriedigend. Da ich weiß, dass es langfristig nicht so sein wird, bereue ich aber meine Entscheidung aufzuhören keinen Millimeter. Nicht eine Sekunde. 

Warum sonst sollte ich Stunden zählen?

 

Advertisements