Habe ich das hier eigentlich schon mal näher erklärt? Wieso ich telefonieren so anstrengend finde? Mir ist das heute noch mal so wirklich aufgefallen. Denn innerhalb der letzten 6 Stunden „durfte“ ich schon 2,5 Stunden telefonieren. 😉

Zu sagen „Ich telefoniere nicht gerne.“ wäre zu einfach. Denn natürlich mag ich den Austausch mit meinen Freunden. Und es gibt auch einen Unterschied zwischen „nicht ans Telefon gehen, wenn es Freunde sind“ und „Ämter/Ärzte nicht anrufen“. Und ich beschränke mich jetzt hier erst mal auf das „nicht ans Telefon gehen“. 

Im Moment geht es mir nicht gut. Das dürfte aufgefallen sein. Wobei ich sagen muss, dass es durchaus besser wird (von den Nächten mal abgesehen). Einige Freunde lesen meinen Blog. Andere bekommen meine Tweets auf Facebook mit. Manche sehen beides. Manche beruhigt das und es reicht aus. Andere fragen dann lieber noch mal nach ob ich lebe. 😉 Manche bekommen gar nichts davon mit und beschweren sich dann, dass man „so gar nichts von mir hört“. Ja… gut… vielleicht wäre es hilfreich, den ein oder anderen Tweet auch mal per Whatsapp zu verschicken. ^^

Meine Reaktion auf „nicht gut gehen“ ist Rückzug. Und überfluten. Damit fahre ich meistens – eben bis nachts – ganz gut. Ich schreibe hier, kotze mich aus, bin losgeworden was ich sagen will. Den Austausch im Netz kann ich „kontrollieren“. Sprich: Ich antworte auf andere Tweets, wenn ich das möchte. Ich führe Gespräche wenn ich das möchte. Ich antworte einfach nicht mehr, wenn ich das möchte. Niemanden wird es stören, wenn ich erst Stunden später antworte. So ist das halt.

Danach und nebenher überflute ich mich halt. Chronisches Serien gucken. Zocken. Die Parallelwelten eben. Ich finde das auch nicht bedenklich, obwohl ich natürlich sämtliche „WOW macht süchtig“ Diskussionen schon geführt habe. ^^ Es tut gut. Es macht Spaß. Es beschäftigt mich. Und solange ich noch andere Dinge tue, finde ich das auch völlig okay.

Mir geht es also gut damit, wenn ich die Kontakte kontrollieren kann und ansonsten „Ruhe“ habe. Und Ruhe bedeutet eben den Tag komplett für sich selbst gestalten. Überfluten. Auf niemanden einlassen müssen.

Telefonieren stört diese Ruhe. Telefonieren ist Kommunikation auf einem anderen Level. Telefonieren erfordert Aufmerksamkeit und vor allem Zuhören. Und zuhören gehört zu den Dingen, die ich im Moment als sehr anstrengend empfinde. Das ist ziemlich blöd, weil es nun mal Freunde gibt (die Mehrzahl sogar ^^), die nicht bloggen. Wo ich nicht lesen kann wie es den Menschen geht. Wo ich reden muss um es herauszufinden. Denn natürlich möchte ich wissen was um mich herum passiert. Möchte wissen wie es meinen Freunden geht. Und deswegen „ertrage“ ich das telefonieren dann auch. Und natürlich machen die Gespräche auch Spaß. Also es ist jetzt nicht so, dass sich hier jemand mies fühlen sollte, wenn ich lange mit ihm telefoniert habe. 😉 Man hat mich ja nicht gezwungen und ich könnte ja auch auflegen.

Telefonieren ist für mich keine Ruhe. Keine Freizeit. Es ist mehr wie Arbeit. Auch wenn das jetzt bescheuert klingt. Aber nach dem Telefonieren muss ich mich erst mal wieder erholen. Genauso wie nach der Arbeit. Hätte ich also 3 Tage keinen Termin, würde aber die ganzen Tage telefonieren, wäre ich danach genauso im Eimer wie nach der Arbeit.

So weit klar? 

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