… Kinderwunsch.

Ich bin umgeben von Muttis. Jeden Tag. In meiner Blogroll. In meiner Timeline. Und die ein oder andere Mama habe ich auch bei FB unter meinen Freunden. Überall Mamas & Kinder. Und ich lese die Tweets und Artikel und schaue Fotos und Ultraschallbilder. Ich lese über die Wehwehchen einer Schwangerschaft oder über das Drama nicht schwanger zu werden… und freue mich für den ein oder anderen, oder bin zusammen mit dem ein oder anderen traurig. Aber es löst nichts in mir aus. Keine Sehnsucht. Nicht mal den Hauch davon. Kein Gedanke daran, dass mir so etwas fehlen würde. Also das ganze drumherum. Alles. Tut es einfach nicht. 

Manchmal frage ich mich dann, ob das normal ist. Und gerade in den letzten Wochen, wo das Thema durch die Trennung und meine Paranoia so unglaublich aktuell war, habe ich viel drüber geredet und viel drüber nachgedacht.  Denn auch die ersten Reaktionen waren fast immer gleich: „Getrennt, och… wieso?“ – „Kinderwunsch.“ – „Ach… deiner?“ – „…“  Es scheint einfach nicht vorzukommen, dass es mal anders rum ist. Und auch in meinem engen Freundeskreis sind fast alle auf dem „Nicht unbedingt jetzt, aber später“-Standpunkt angesiedelt, wenn sie nicht schon gerade planen. 

Und ich bin in mich gegangen. Habe meine Argumente vor mir selbst immer und immer wieder durchgekaut… auch einfach, weil ich eine Lösung suche… weil ich sie mir so sehr wünsche… und habe keine gefunden.

Was ich tun würde, wenn ich plötzlich doch schwanger wäre? Abtreiben. Was ich tun würde, wenn es zu spät wäre zum abtreiben? Es austragen und abgeben. Die Antworten kommen schnell. Zügig. Ohne drüber nachzudenken. Es war immer so. Ich war nie anderer Meinung… Also hielt  ich es für sinnvoll… noch mal drüber nachzudenken… Immer und immer wieder… aber… Nein.

Ich habe keinen Kinderwunsch. 

So sehr ich es mir wünschen würde… zu sagen: „Ja… ich kann es mir vorstellen.“ Es ist einfach nicht so. Wird vermutlich nie so sein. 

Und manchmal wünsche ich mir, dass es anders wäre.

Wirklich.

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