Es ist ja nicht so wirklich unbekannt, dass äußere Umstände immer wieder ausreichen um mich auszubremsen und ein mühsam aufgebautes System zerstören. Dabei meine ich mit System schon wirklich alles was ein paar Tage konstant funktioniert… Manchmal gibt es auch ein paar Wochen… ganz selten ein paar Monate… dann passiert was und alles bricht wieder zusammen. Meistens bleiben dann so winzig kleine Dinge erhalten, dass ich sie kaum bemerke und sie mir erst auffallen, wenn ich lange drüber nachdenke… Auch jetzt ist gerade alles wieder zurück gefahren… Und was ist Schuld?

Diese merkwürdige taube Stelle an meinen Rippen auf der linken Seite. Sie wird nicht größer. Es ändert sich an ihr selbst wenig. Nur die Finger kribbeln mehr… manchmal kommen oberhalb und unterhalb Schmerzen dazu… und ein komischer Knick ist da auch zu spüren. Ich versuche es ja weitestgehend zu verdrängen und zu ignorieren, aber spätestens, wenn ich mich umziehe, dann spürt man es mehr als deutlich. 

Am Dienstag ist der MRT-Termin. Und ich merke wie sehr mich der Termin ausbremst. Wie sehr ich alle Pläne die nach Dienstag fallen würden gar nicht mehr mache, weil ich ja gar nicht weiß, ob ich sie wirklich weiterhin befolgen kann.

Donnerstag Plasma spenden? Ja… nur, wenn ich nicht plötzlich irgendwelche Medikamente nehmen muss. Verabredungen mit Twittermädels, Freundinnen, Ex-Arbeitskollegen und alles was sonst so anfällt steht in den Sternen. Was mach ich, wenn ich mich jetzt verabrede, die Diagnose mich aber erst mal massiv runterzieht und ich  dann niemanden sehen will? Also verabrede ich mich einfach erst mal gar nicht… Handle nur die Verabredungen ab die schon geplant waren…. Halte Kommunikation auf ein Minimum. Beantworte keine Mails.  Überflute mich mit exzessiver Zockerei und Serienkonsum. Und hoffe einfach drauf, dass es bald vorbei ist.

 

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