Das heutige Türchen wurde von Ingrid gefüllt. 

Beim Befüllen gibt es folgende Möglichkeiten:
Per Email (und dann hier auf dem Blog) (10)
In seinem eigenen Blog veröffentlichen und verlinken lassen. (2)
Mir etwas schicken. (10)
Oder persönlich übergeben. (2)
(Wobei ich zu Beginn eigentlich ja nur von Email oder Blog ausgegangen bin, ne? Das hat bei Facebook schon zur Verwirrung geführt, weil es Menschen gab die sich jetzt gefragt haben, ob sie etwas gänzlich falsch verstanden haben :D)

Ingrid hat mir um das Türchen zu füllen folgendes per Email geschickt:

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Liebe Svü,

der 24.12. war ja schon vergeben, aber ich denke mein Beitrag für Dich zum

23.12.Svü

ist etwas Lustiges und passt ebenfalls zu Weihnachten bzw. dem Hlg. Abend. Wird Dir und Deinen Lesern gewiss gefallen.

Weihnachten wäre beinahe ausgefallen 
(eine wahre Geschichte)

Meine große Schwester und ich waren sehr oft in den Ferien bei unserer Oma auf dem Lande, so auch im Jahre 1950 zu Weihnachten, gemeinsam mit den Eltern.
Unsere Oma und Onkel Paul, ihr zweiter Mann, hatten eine Unterkunft in einer „Kaserne“, man nannte es so, weil es ein lang gezogenes Gebäude war, fast wie Reihenhäuser, natürlich viel kleiner und schmaler, in denen alle für einen Gutsbesitzer tätigen Frauen mit ihren Familien wohnen durften.
Im Erdgeschoss gab es eine kleine Küche und eine Stube, dann eine sehr steile Treppe hoch zu 2 Schlafzimmern. Toiletten und normale Waschgelegenheiten wie heutzutage gab es in den 50iger Jahren dort nicht, Onkel Paul baute uns ein „Plumpsklo“ im gegenüber liegenden kleinen Gärtchen, das war natürlich nur tagsüber benutzbar. Für die Nacht gab es dann das übliche „Töpfchen“.

Zur Familie gehörten auch ein Hund, ich hatte ihn Prinz genannt,  und eine Katze, die aber meistens unterwegs und nur selten zu sehen war. Früher waren die Winter ja noch erheblich kälter als heute und so hatte sich die Katze wohl ein wenig aufwärmen wollen und  ein Eckchen am Kachelofen im Wohnzimmer, der „guten Stube“ gesucht. Ob wir sie dort nicht bemerkten oder vergaßen sie wieder raus zu lassen, das weiß ich heute nicht mehr, jedenfalls war sie unwissentlich eingesperrt.

Am Hlg Abend morgens oder nachmittags wurde in der „guten Stube“von den „Großen“ der Baum geschmückt,  wir Kinder waren  in die Küche verbannt worden und später sollte dann im WZ das Glöckchen läuten. Hat es auch, aber oh Schreck, unsere Mieze hatte irgendwann unbemerkt ihr Häufchen, das sie notgedrungen los werden musste, in die „gute Stube“ gemacht! Es stank fürchterlich und für ein Weilchen war es mit der Weihnachtsstimmung vorbei! Was tun? Mal kurz lüften hätte nicht geholfen, länger, dafür war es zu kalt, also wurden dort hastig die (wenigen) Geschenke, die unter dem Tannenbaum lagen,  ausgepackt,  und wir verzogen uns in die winzige Küche, für 6 Personen eigentlich zu eng, aber immer noch besser, als in der „stinkenden“ Stube.
Meine Gedanke und gewiss auch die meiner Schwester kreisten nun ständig um die süßen Kringel, die am Tannenbaum hingen. Ob man die noch essen konnte??? Die Erwachsenen aßen sie nicht, aber wir Schleckermäulchen probierten und fanden sie köstlich, es gab damals ja kaum Süßes….

Omas wunderbares Weihnachtsessen fand an den beiden Feiertagen dann ebenfalls und  notgedrungen in der kleinen Küche statt und nicht, wie sonst am 1. und 2. Weihnachtstag , in der guten Stube.

Das Kätzchen wurde nicht ausgeschimpft, zum einen ist Weihnachten ja das Fest der Liebe und zum zweiten war es ja unsere Schuld, wir hatten ihr  nicht ermöglicht, nach draußen zu gelangen.

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Hier noch ein Foto von Oma Ida und Onkel Paul, vor ihrem Hauseingang der Kaserne stehend, neben Oma sieht man ein ganz klein wenig das Fenster der „guten Stube“

So, liebe Svü, das war’s! Ich hoffe, meine Beiträge haben Dir zugesagt und Dich ein wenig erfreut!
Morgen nun ist Hlg. Abend und dann WEIHNACHTEN; so wünsche ich Dir hübsche Geschenke und all Deinen Mitstreitern und Lesern wunderbare und gemütliche Tage!
 
Liebe Grüße und ALLES GUTE FÜR 2014 wünscht Dir
Deine Ingrid, die Bastelmaus

Danke Ingrid! Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Meine Oma hat mir leider nie wirklich viel aus der Vergangenheit erzählt. Ich weiß gar nicht wieso. Vielleicht hab ich nie gefragt, oder vielleicht wollte sie es auch einfach nicht. Tatsächlich hab ich aber wirklich wenig Geschichten gehört. Deswegen freut es mich wirklich sehr. 🙂

Ich wünsche dir und deinem Mann auch ein schönes Weihnachten und ein ganz wunderbares Silvester! 

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