Irgendwann im Oktober habe ich mich bei Postcrossing angemeldet. Ich glaube zumindest das es Oktober war. 😉 (Okay… meine eigene Statistik sagt mir jetzt: Ende September.)
Die Idee entstand während der ganzen Englisch-Frust – Sache (Ich habe hier seit September einen halb fertigen Artikel in den Entwürfen bei dem ich auf jeden einzelnen Kommentar eingehe, weil ich mich wirklich über eure Hilfe gefreut habe und irgendwann wird der auch noch online gehen. Ehrlich. Ich hab mir das nämlich wirklich alles zu Herzen genommen was ihr vorgeschlagen habt!) und erschien mir als eine nette Möglichkeit ein wenig Englisch zu praktizieren.

Der Gedanke dahinter war also: Englisch schreiben, dabei jemandem eine Freude machen und auch noch schöne Postkarten aus aller Welt bekommen.
Kurz nach der Anmeldung kam die ein oder andere Rückmeldung, dass man das ja früher auch gemacht hätte, aber die Karten häufig sehr lieblos gewählt wären, oder aber quasi kein Text drauf stehen würde und irgendwie wäre es nicht mehr befriedigend gewesen. Das war der Moment wo ich mir dachte: Wartest mal ab. Machste nen Fazit.

Tja. Hier ist es. Das Fazit aus etwa 2,5 Monaten Postcrossing.

2,5 Monate bedeuten in meinem Fall:

♥ 11 verschickte Karten
♥ 10 erhaltene Karten

Es hätten sicherlich wesentlich mehr sein können, aber leider wächst Porto ja nicht auf Bäumen und Postkarten ja auch nicht. 😉
Mein erstes Fazit ist also: Postcrossing macht arm.

Nun zu den verschickten Karten. Meine erste angeforderte Adresse war nicht etwa die niederländische ganz unten, sondern die russische, die als fünfte von unten steht. Die Perfektion war es. Sie hatte unglaublich genaue Angaben gemacht was für eine Karte sie gerne bekommen würde, also hab ich mir Mühe gegeben und es versucht… Und dann ewig keine gefunden und ja… Das hat dann auch ewig gedauert, mich tierisch gestresst und ich hab die nächsten Adressen erst Ende Oktober angefordert.
Zweites Fazit: Perfektion ist unangebracht. Mühe geben trotzdem gut. 😉

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Mich hat ein wenig die Niederlande und Russland-Häufung gewundert. Bei den Karten innerhalb von Deutschland fiel natürlich das Schreiben auf Englisch flach, aber ich hätte ja auch ankreuzen können, dass ich innerdeutsch nichts verschicken möchte. Dafür ist hier wenigstens das Porto günstiger, ne? 😉
Drittes Fazit: Verschicken macht fast genauso viel Spaß wie bekommen. Fast.
Screenshot 2014-01-05 14.13.16Bis ich was bekommen habe, hat es natürlich ein wenig gedauert. Wobei ich schon von ausgegangen bin, dass es nicht ganz so ewig dauert. Meine erste Karte kam am 24. Oktober in Holland an. Meine erste bei mir dann am 6. November. So aufgeschrieben sieht das dann gar nicht mehr so tragisch aus. Aber es kam mir doch etwas länger vor. Meine erste Karte war jetzt nicht so der Bringer, aber es war immerhin die erste, also freut man sich. 😉

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Tschechien

Obwohl es hier tatsächlich quasi gar keinen Text gab und ich schon dachte, dass es genauso ist wie mir gesagt wurde. Postkarten ohne Text, die nicht mal umwerfend schön sind.

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Russland

Doch die Zweite kam direkt danach und war so unglaublich passend, dass es fast schon weh tat. „days and nights are different worlds“ ❤ Dass es hier genauso wenig Text gab übergehen wir da mal. 😉

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Oberhausen 😀

Die nächste Karte kam dann von „umme Ecke“ 😀 Von einer Namensvetterin. Was ich an sich schon mal sehr amüsant fand. Witzig ist auch, dass ich nur das Gasometer kenne, obwohl ich wirklich direkt nebenan wohne.

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Indonesien

Die nächste Karte fand ich nicht nur schön – obwohl ich bis dahin noch nicht einmal geschrieben hatte, dass ich gerne Karten mit Nachtansicht hätte! – sondern war auch von der Distanz einfach sehr berauscht. Über 11.000 km sind ja dann doch schon ein Stück. Und das erste Mal, dass ich auch tatsächlich mal Google beanspruchen musste um das einzuordnen. Geographie und ich.. *hust*

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England

Die mit Abstand hässlichste Karte. *hust* Dafür war sie bis auf den letzten Millimeter vollgeschrieben. Mit der Geschichte dieser Kirche. Wann sie gebaut wurde, welche Funktion sie hat und hatte, dass man da heute Konzerte sehen kann und so weiter. DAS fand ich dann wieder sehr nett und deswegen geht das dann durchaus auch noch völlig in Ordnung. 😉

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Berlin

Auch eine engbeschriebene Karte. Aus Berlin. Die ich auf Grund ihrer Machart sehr lustig finde. Vor allem weil man die ganze Zeit immer wieder neue Details entdeckt. 🙂

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Russland

Vom Text her kam die Karte von einem Teenie. Männlicher Teenie. Und gerade weil sie von einem Jungen kam find ich sie wirklich zuckersüß. Nicht wahr?
Ich bin übrigens irgendwie erstaunt wie viele Jungs/Männer da mitmachen. Von meinen 10 Karten sind 4 von männlichen Teilnehmern gekommen. 🙂

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Australien

Die Karte ist von Ikea. 😀 Was ich persönlich auch überaus amüsant finde. Eine Ikea Karte, in China hergestellt, aus Australien nach Deutschland geschickt. Der Text war ein wirkliches Rätsel. Erst mit meiner Twitter-Timeline konnte ich ihn dann wirklich lesen. Die Schrift war überaus grausig. Richtig spannend. 

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Österreich

Die kam relativ früh. Also wenn man bedenkt, dass da Weihnachtsgrüße drauf sind. Aber mit dem Wunsch nach Nachtansicht war sie durchaus sehr passend. 🙂

Ich weiß mittlerweile nicht mehr wann genau ich meinen Text geschrieben habe. Hier ist er. Wenn ihr da noch Fehler findet, dann sagt das doch bitte. 😉

 

„Hello, I’m a 29 year old student and I like reading, writing, blogging, music, films, and TV series. I love the ocean, especially the North Sea! I want to live there someday.

I don’t speak English very well, but I’m able to read it. With Postcrossing I want to improve my English skills and of course I want to send and receive a lot of postcards, too. 😉

I like…
… cards with the landscape of your home country. I don’t like cityviews by day, but I like night shots!
… cards with contrasts very much. Black-and-white images with little colored contents!

I love…
… to get postcards with lighthouses, windmills, northern lights or with the ocean! But I don’t like pictures from tourist places and postcards with any people on it. 😉

Of course I’m happy about every card you choose and send to me 🙂

I would like to read something about your biggest dream! Is there anything you would like to see, or anything you want to do? It doesn’t matter if it’s realistic or utopian!“

2014-01-05 14.29.06Magdeburg

Die letzte Karte trifft es dann jedenfalls genau. Meine heißgeliebten „Kontraste“-Karten. ❤ Sie kam genau an Heiligabend an, was ich auch noch mal sehr passend fand. Sie beantwortete auch meine Frage nach ihrem Traum und das hat mich sehr gefreut.

Viertes und Fünftes Fazit: Sie lesen die Vorschläge und halten sich auch dran. Nicht immer, aber das tue ich auch nicht. Nicht, wenn mir die Wünsche zu schwierig umzusetzen zu erscheinen. Manchmal hab ich nicht die Zeit/Gelegenheit/Möglichkeit eine Wunschkarte zu bekommen.
Wenn sie es nicht tun, gab es bisher trotzdem immer etwas was mich erfreut hat. Und nicht immer muss es perfekt sein.

Ich werde da auf jeden Fall noch weiter machen. Auch wenn ich mir überlegen muss wie ich mich da einschränke, damit es mich nicht in den Ruin stürzt. Karten habe ich auch durchaus noch ein paar hier, oder günstig kaufen können… Überraschenderweise passen die sogar häufig auf die Wünsche. Nur das Porto läppert sich halt auch zusammen. Selbst wenn 75 Cent wirklich nicht viel sind. Aber mehr als 2 Karten im Monat sind da glaub ich nicht machbar… Schauen wir mal. Ich werde wohl regelmäßig die Karten präsentieren.
Dann auch definitiv kürzer, weil das ganze Gelaber habt ihr jetzt ja überlebt 😀

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