Frauen sagen ja ständig „Ich habe keine Klamotten.“ Ist mir durchaus bekannt. Die meisten meine das dann auch völlig ernst, obwohl sie den ganzen Schrank voll haben und das meiste einfach nur nicht mehr schön finden. ^^

Wenn ich sage „Ich habe nix zum anziehen.“ gibt es meistens zwei Optionen. Die erste: Es ist nichts sauber. Die zweite: Ich habe wirklich nichts zum Anziehen. 

So habe ich zum Beispiel genau 4 BHs. Das ist für mich schon unglaublich viel, obwohl mir durchaus bewusst ist, dass es Menschen gibt die für jeden Slip einen eigenen BH haben und auch gerne mal 2 Wochen täglich wechseln könnten ohne dass sie sich wiederholen. Ist bei mir nicht so. Ich kann mir meinen BH aber auch nicht bei H&M kaufen. ^^

Wo ich meistens keine Probleme habe sind Oberteile. Die finde ich tatsächlich relativ gut und einfach und bin da auch weitestgehend zufrieden. Zuletzt hat mir H&M da wirklich gut geholfen. 

Mein größtes Drama sind aber die Hosen. Es ist jetzt kein Geheimnis das ich in den letzten Jahren stetig zugenommen habe. Und auch wenn das jetzt immer noch nicht zum Kotzen aussieht und Alina und ich erst Samstag festgestellt haben wie unglaublich gutaussehend, schlank und gut angezogen wir doch sind wird es trotzdem langsam eng. Im wahrsten Sinne des Wortes. 

So habe ich bis letzte Woche genau 3 passende Hosen gehabt. (Für so richtig warm hab ich sogar noch 2 andere… wobei ich da nicht weiß wie sich die letzten 5kg auswirken -.-) Eine Jeans die ich eher ungern trage, weil ich sie einfach nicht bequem finde und weil sie durchaus auch ein wenig eng geworden ist. Eine lila Cordhose die wirklich gut passt und sitzt. Und eine schwarze Cordhose. Die gut sitzt, bei der ich aber mittlerweile auf dem Klo den Fliesenboden sehen kann. Durch die Hose. So durch ist sie und es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit bis sie – vermutlich noch in freier Wildbahn – reißt und ich direkt ein 20cm großes Loch am Oberschenkel habe. Es ist so begrenzt, dass ich meine Betreuung grundsätzlich in Jogginghose begrüße und auch sonst Besuch gegenüber selten eine „draußen“-Hose trage, weil ich einfach keinen Verschleiß will.

Also dachte ich mir, dass ich mir bei meinem Dealer des Vertrauens mal einen Schwung schwarzer Cordhosen bestelle. Eine würde schon passen. Tatsächlich waren viele in der hohen 40er Größe ^^ (46/48) bereits ausverkauft. Um die Chancen zu erhöhen und weil mir die Farben wirklich gefallen haben, landeten dann auch noch eine in „beere“ und eine in „petrol“ im Paket und es dauerte nicht lange bis die Hosen hier waren. 
Schnell stellte sich raus: Das wird nicht so einfach. 

So konnte ich die 46er Hosen alle nahezu ungesehen wieder weg packen, denn sie kamen meistens nicht mal bis zu den Oberschenkeln. Bei den Hosen in Größe 48 ergab sich dann folgendes Problem: Sie passten perfekt an den Oberschenkeln, stehen an meinem Hohlkreuz aber bis zu 5cm ab (beere + petrol), oder enden auf halber Höhe (schwarz). Auf halber Höhe endende Hosen kann ich nicht mit Kleidung und Gürteln ausgleichen, bei den anderen beiden ginge das theoretisch mit Gürtel. Schwarz landete wieder im Karton, beere wurde gekauft (also draußen getragen und somit nicht mehr umtauschbar), petrol zur Seite gelegt. 

Eine zweite Bestellung (ich treffe übrigens immer den Zeitpunkt zwischen den versandfreien Tagen) mit Alina zusammen kam dann heute an. Diesmal etwas ausgiebiger. Also quasi jede schwarze Cordhose (Nein, ich mag dunkle Jeans wirklich nicht. Und Stoff auch nicht. Es muss bitte, bitte Cord sein.) bestellt die es im Katalog gab. (Katalog übrigens weil man da auf Raten zahlen kann und ich die Hosen jetzt brauche. Nicht wenn ich sie mir leisten kann. Abgesehen davon ist Hosenkauf in der Öffentlichkeit noch frustrierender.)

Das Ergebnis: Die Hose in Größe 50 (pure Verzweiflung!) ist zu groß. Es liegt also einfach am Schnitt das sie nicht passt und damit kann ich dann doch noch leben. Die bestellten Jogging/Sporthosen (meine sind alle durchlöchert) passen hervorragend. Vielleicht sollte ich einfach damit draußen rumlaufen. 😉

Es gibt eine schwarze Hose die passt! Allerdings ist das so eine Schlupfhose und ich finde das irgendwie befremdlich eine Hose mit Gummizug ohne Reißverschluss und Knöpfe zu tragen. Ganz ehrlich. Der Gedanke, dass mich da mal jemand rausschält ist so unfassbar merkwürdig (Als würde ich jeden Tag entkleidet werden xD), dass ich mir nicht sicher bin ob ich sie wirklich häufig tragen würde. Anderseits hat sie den Vorteil: Sie wächst mit. In beide Richtungen. Also auch, und damit kommen wir jetzt zum anderen Thema, wenn ich abnehme. 

Denn das ist ja der eigentliche Plan. Und er wird langsam aber sicher konkreter. Da wird über Sport geredet, ich versuche einen Blick auf meine Ernährung zu werfen und schaue mir an welches Konzept für mich da passt. Vorrangig muss ich jetzt allerdings erst mal gesund werden. Aber was ist dann?

Was ist wenn ich dann jetzt wirklich mal schaffen sollte abzunehmen. Optimismus pur! Lohnt es sich dann drei Hosen (beere, petrol, schwarze Schlupfhose) in großer Größe zu haben die ich vllt. bis ich abgenommen habe und ne Nummer kleiner brauche nicht mal abgezahlt habe? Oder sollte ich mich da jetzt lieber mit der „beere“ begnügen und einfach hoffen, dass die schwarze Hose noch lange hält? Weil so ganz ohne schwarze Hose ist auch eher scheiße. Oder nehme ich die Schlupfhose *grusel* (die wirklich perfekt sitzt, also so richtig, richtig perfekt) und die „beere“ und begnüge mich damit? Wobei ich die „petrol“ so richtig schön finde und das zwar Überwindung kosten würde sie zu tragen aber auch ein großer Schritt in Richtung „ich“ wäre.
Es ist jeden Tag, wenn ich vor die Tür muss aufs neue anstrengend mich anzuziehen. Und das gefällt mir nicht.

Eine Alternative zu der schwarzen Schlupfhose wäre eine weiße umzufärben. Da passt nämlich eine. Aber wie oft muss ich die wohl färben bis sie schwarz ist oder zumindest dunkelgrau? Und was kostet mich das dann alles? Und funktioniert das überhaupt?

Wäre Oma noch fit wäre das alles total einfach. Ich würde sagen: „Hey Oma, kannst du mir die Hose enger nehmen wenn ich rank und schlank bin?“ Und Oma würde sagen: „Klar, mach ich.“ Hinterher hätte ich eine perfekte Hose in einer Nummer kleiner die noch dazu so umgenäht worden ist, dass sie zu meinem Hohlkreuz passt. Aber Oma kann das nicht mehr. Ich kann auch nicht nähen. Sonst in der Familie fällt mir auch keiner mehr ein, also wäre meine Alternative dann maximal ne Änderungsschneiderei. Und da stellt sich die Frage: Lohnt sich das bei einer Hose die in der Anschaffung 30€ gekostet hat? Was kostet so ne Änderung überhaupt? 

So viel zu meinem Hirn. Jetzt seid ihr dran: Was kostet so ne Änderung? Oder gibt es irgendjemanden der unter Umständen könnte und wollte und überhaupt als Option offen stünde? Was denkt ihr da generell zu? Also zu Schlupfhose, umfärben, Auswahl haben die man dann vllt. nicht mehr braucht, weil sie nicht passt vs. jetzt einschränken und später kaufen, obwohl sich die Beschränkung von Tag zu Tag unangenehmer anfühlt.

Ich drehe mich da seit Tagen im Kreis. Und müsste mich bis Freitag entschieden haben ob ich „petrol“ zurückschicke… 

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