Ich rege mich auf. Über andere. Dann über mich. Dann wieder über andere, weil ich wegen ihnen erst dazu komme mich über mich aufzuregen. Und wieder über mich, weil ich mir da überhaupt einen Kopf drum mache, obwohl ich denke, dass ich im Recht bin.

Worum es geht? Um Lesechallenges, geänderte Regeln, für sich selbst einstehen und den Konsequenzen.

Bei den Lesechallenges geht es drum gemeinsam ein Buch zu lesen, dabei Aufgaben zu erfüllen & Punkte zu sammeln und hinterher im besten Fall ein gutes Buch gelesen zu haben und eine Gewinnchance zu haben. Ich habe da jetzt den dritten Monat in Folge quasi (ein Monat fiel aus) teilgenommen und stehe jetzt vor der selben Situation wie letzten Monat.

Anfang April:
Es ist Tag der Auswertung und ich stehe auf Platz 11. Ab 10 gibt es Gewinne. Ich stehe auf Platz 11 mit minimalem Rückstand. 2 Tage haben wir Zeit um etwas zu reklamieren, wenn es nicht stimmt. Sie hat sich verzählt. Das kann passieren. Ich hab mich da schon schlecht gefühlt. Hab sogar in die Korrekturmail geschrieben, dass ich das nur möchte, wenn es dann beim Gleichstand bleibt, würde niemanden verdrängen wollen. Das wurde korrigiert. Ich wurde von 11 auf 10 gestuft und wegen mir rutschte jemand aus den Gewinnen raus. Ja. Gut. Ist scheiße. Aber ich hab nicht geschummelt und ich habe einiges für die Punkte getan und es verdient, oder nicht?
Jetzt könnte man sagen: Du hast echt genug gewonnen in letzter Zeit. Lass den anderen doch auch mal was.
Ja. Möglicherweise könnte man das. Aber wenn das jetzt ein „Anmelden – Auslosen – Gewinnen“ gewesen wäre, dann hätte ich das verstanden. Aber im Ernst. Die Punkte hier sind erarbeitet. Mit Aufgaben erfüllen die über „Mal eben Leseabschnitt beurteilen“ hinaus gehen. Mit Fotoaktionen und Quizfragen zum Beispiel.

Gestern war die neue Auswertung. Ich liege auf Platz 12. Mit 25 Punkten Rückstand auf Platz 10. Das entspricht einer! Rezension. Unzählige Menschen haben einen Link angegeben der so nicht gewertet werden sollte, weil er einfach nicht unter den erlaubten Links stand. Sprich: Es werden Shops angegeben wo man rezensieren darf. Gibt man falsche Links an wird die gesamte Aufgabe mit 0 bewertet. Hier posteten viele, viele Leute einen falschen. Der dann aus Kulanz plötzlich doch gewertet wurde. Ich habe den Link nicht angegeben, obwohl ich da auch rezensiert habe, weil es eben nicht richtig sein sollte. Mir fehlen diese 25 Punkte.
Ich setze 3x diese Mail an. Fühle mich wieder beschissen. Denke mir aber auch: Du hast so viele verdammte Jahre zurück gesteckt. Und nichts gesagt, wenn dir Unrecht geschehen ist. Und das ist ungerecht! Ich halte mich an die Regeln und schaue in die Röhre. Und ja, es geht hier nur um Bücher. Aber ehrlich? Für meine Ehrlichkeit einen auf den Deckel bekommen… nein.. sehe ich nicht ein. Ich schicke die Mail ab. Die Punktestände werden korrigiert. Alle „unerwünschten“ Links werden nicht gezählt. Aber auch niemand wird bestraft, weil es in dem Fall nicht schlüssig war mit den Shopseiten. Ich bin auf Platz 10. Wieder jemand für mich raus. Es ist noch nicht das endgültige Ergebnis, aber ich fühle mich nicht gut.
Hab mein Recht verteidigt, meine Vorstellung von Gerechtigkeit präsentiert und damit Erfolg gehabt. Aber gleichzeitig fühle ich mich wie der Klassenarsch der alle verpetzt. 

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