Es fing schon damit an, dass wir nicht pünktlich los kamen. Was jetzt noch nicht so tragisch ist. Puffer war ja eingeplant und die Fahrt verlief auch weitestgehend ereignislos. Um irgendwas nach 15 Uhr verließen wir die Autobahn mit dem Ziel „Parken – West“ um von da auf kürzestem Weg zum Green-Camp zu gelangen. Dummerweise wusste niemand von diesem Parkplatz und er war auch nicht ausgeschildert. Wir machten Bekanntschaft mit einer Menge unfreundlicher Menschen („Den Parkplatz gibt es. Ich weiß aber nicht ob der auf hat. Weiterfahren!“ war da noch die netteste und kompetenteste Antwort.) die von ihrem Job keine Ahnung hatten und landeten im Endeffekt auf „Parken – Nord“. Direkt am Haupteingang. Weit vom Green-Camp entfernt. Völlig unvorbereitet standen wir plötzlich in einer viel zu engen Parkkonstruktion und bekamen beim Gedanken daran, den Kombi da nicht heraus gezirkelt zu bekommen verdammt schlechte Laune. Sämtliche Pläne die wir so hatten schwanden dahin. Noch dazu war es unglaublich heiß und zumindest auf dem Parkplatz auch sehr, sehr staubig. 

Im Folgenden machten wir Bekanntschaft mit einer Organisation die uns nachhaltig die Köpfe schütteln ließ. Zum einen waren da die vielen unterschiedlichen Schlangen, die man gut hätte kombinieren können um dann nicht 2x etwa ne Dreiviertelstunde zu stehen, sondern nur einmal. Noch dazu hatte man bei der Green-Camp-Planung wohl nicht bedacht, dass die wenigsten Menschen nur mit einem Minizelt anreisen. Sie kommen mit großen Zelten und Pavillon. Letztere teilweise auch in mehrfacher Ausführung. Ende vom Lied? Der Platz reichte hinten und vorne nicht und wir hatten einfach nur unfassbares Glück, dass wir so früh da waren und nette Nachbarn fanden mit denen man sehr aufeinander hocken konnte ohne sich zu nerven.

Wir mussten häufig diese gefühlten 3km zwischen Auto und Zeltplatz zurücklegen. Zu zweit. Während einer den Platz freihielt. Hinterher erfuhren wir, dass „Parken – West“ sehr wohl offen war. Nur nicht ausgeschildert. Trug nicht dazu bei unsere Laune zu bessern. Um 21 Uhr stand unser Camp. Das Foto ist allerdings von irgendeinem anderen Tag. 😉

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Wir waren fertig. Der eine mehr, der andere noch mehr. Grillen fiel aus – weil wir es ja nicht zum Einkaufen geschafft haben und zu dem Zeitpunkt auch noch nicht wussten, ob wir das Auto wirklich raus bekommen würden –  und wir holten was an einem der vielen Stände. Das Akkupack wurde abgeholt und anschließend noch geduscht. Wir hatten unverschämtes Glück, denn wegen defektem Licht wurden die Duschen unmittelbar nach uns für den Rest des Tages geschlossen. Ab hier bin ich mir dann schon nicht mehr sicher: Bin ich alleine aufs Gelände, oder sind meine Begleiter noch mitgekommen und nur früher wieder abgehauen? 😀 An „Die Apokalyptischen Reiter“ erinnere ich mich nicht wirklich. „Caliban“ waren jetzt nicht so der Bringer. Nett sie mal wieder gesehen zu haben, aber ich bin dann auch recht schnell wieder zurück. Im Zelt zu bleiben war aber keine Option. Ich wollte schließlich später nix bereuen müssen. 😉

Deichbrand 18.07.2014 00-31-57Das Foto ist tatsächlich das einzige vom ersten Tag. Und streng genommen nicht mal das. Denn es ist von 00.30 Uhr 😉 Es sind tatsächlich noch eine ganze Menge Leute unterwegs gewesen und auch das Riesenrad fuhr noch. Ich glaub so um 1 Uhr war ich dann im Bett. 

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