So fühlt es sich jetzt gerade an. Es ist trostlos hier. In meiner eigenen Stadt. In der Stadt von der ich mal gesagt habe, dass ich nie wieder wegziehe, es sei denn ich kann an die Nordsee. Und jetzt? Jetzt ist da auch ein anderer Gedanke… einer der noch viel weiter von der Nordsee weg ist. Zumindest gedanklich. (Fakt ist jedoch: Mit der Bahn ist man von Berlin nach Cuxhaven 1,5 Stunden schneller, als von hier aus. Selbst wenn man dann jetzt noch ne lange Reise bis zum Bahnhof einrechnet… ist es maximal genauso lang.)

Bis Samstag hätte ich gesagt „Ich bin Großstadtkind. Ich lebe in einer Großstadt.“ Heute würde ich nicht mehr sagen, dass Essen eine Großstadt ist. Heute kommt es mir vor als würde Essen schlafen. Die vollen Straßen in Rüttenscheid erschienen mir fast wie ausgestorben.
Und nun? Ich bin Großstadtkind. Empfinde Essen jetzt aber nicht mehr als solche. Vielleicht ist es einfach zu klein für mich. Zu eng. Zu leer.
In jedem Fall aber: Zu farblos.

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