Gestern habe ich insgesamt 5 Blogartikel geschrieben. Berlin-Berichte, Deichbrand-Berichte und ein wenig was für 2015-Projekte. Dann wollte ich „nur mal eben schnell“ in die Wanne und BÄM war der Tag vorbei. Nun ja. ^^

Kommen wir zum 11. Artikel (Beitrag 12). Dieser stammt von Ingrid, was mich ganz besonders freut. Denn Ingrid ist mit mehreren Jahrzehnten! Abstand die älteste Teilnehmerin und hatte zwischendurch etwas Angst, dass sie den Ansprüchen nicht genügen könnte. 🙂

Ihr Artikel stammt vom 06.08.13. Wir haben also endlich wieder ein Datum. 😀 Es kommen auf dieser Strecke weitere 220km dazu, was insgesamt 4300km ergibt. Zu diesem Zeitpunkt haben wir die 6 Monate Reisezeit dann auch wirklich erreicht.

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Ingrid hat 7 Seiten genutzt und berichtet auf der ersten Seite von einer gewissen Hitze. Nun ja, das mag im August so gewesen sein… jetzt gerade fühle ich mich allerdings als wäre ich schon bei den Eisbären. 😀 Passenderweise hat sie mir im späteren Verlauf – nach einem Ausflug in ein Luxushotel – gestrickte Socken beigelegt. „Passen zwar nicht zusammen, aber kalten Füßen ist das egal.“, schreibt sie dazu. Sind auch leider etwas zu klein, aber wirklich hübsch 😀

Die Socken hat sie beigelegt, weil sie von ausging, dass das Buch im November bei mir ankommen würde. Im Endeffekt war es ja dann sogar April, aber dafür ist es jetzt – wo ich endlich drüber schreibe – Dezember. Es passt also wieder. 😀

Ingrid schreibt über ihre Zweifel beim Schreiben und darüber, dass sie jetzt ja doch schon 4 Seiten geschrieben hat (Es werden ja sogar noch mehr!) . Die danach folgende Geschichte wollte ich euch verlinken, aber ich hab nur Verweise zu „Heiler“-Seiten etc. gefunden und poste sie deswegen einfach mal selbst. 😉

„Das rosa Tütchen

Als ich eines Tages wie immer traurig durch den Park schlenderte und mich auf einer Parkbank nieder ließ, um über alles nachzudenken, was in meinem Leben schief läuft, setzte sich ein kleines fröhliches Mädchen zu mir.
Sie bemerkte meine Stimmung und fragte: „Warum bist Du so traurig?“

„Ach“ sagte ich „ Ich habe keine Freunde im Leben. Alle sind gegen mich. Alles läuft schief. Ich habe kein Glück und weiß nicht wie es weiter gehen soll.“

„ Hmm,“ meinte das Mädchen „ wo hast Du denn Dein rosa Tütchen. Zeig es mir mal.“

„Was für ein rosa Tütchen“ fragte ich sie verwundert.

„ Ich habe nur ein schwarzes Tütchen.“

Wortlos reichte ich es ihr. Vorsichtig öffnete sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluß und sah in mein schwarzes Tütchen hinein.

Ich merkte wie sie erschrak. „ Es ist ja voller Albträume, voller Unglück und schlimmer Erlebnisse!“

„ Was soll ich machen? Es ist eben so. Daran kann ich doch nichts ändern!“

„ Hier nimm,“ meinte das Mädchen und reichte mir ein rosa Tütchen. „ Sieh hinein!“

Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen, dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens.

Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren war.

„Wo ist Dein schwarzes Tütchen?“ fragte ich neugierig.

„Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter darum,“ sagte sie.
„Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mein rosa Tütchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen. Da stopfe ich so viel wie möglich hinein. Und wenn ich Lust dazu habe, oder ich beginne traurig zu werden, dann öffne ich mein rosa Tütchen und schau hinein. Dann geht es mir sofort wieder besser.
Wenn ich einmal alt bin und mein Ende kommt, dann habe ich immer noch mein rosa Tütchen. Es wird voll sein, bis oben hin und ich kann sagen, ja ich hatte etwas vom Leben. Mein Leben hatte einen Sinn!“

Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte, gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden.

Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen.

Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein. Es war fast leer, bis auf einen zärtlichen Kuss, den ich von dem Mädchen auf der Parkbank bekommen hatte. Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln und mir wurde warm um´s Herz.

Glücklich machte ich mich auf den Heimweg, nicht vergessend, am nächsten Papierkorb, mich meines schwarzen Tütchen zu entledigen. “ (Verfasser unbekannt)

Passend dazu ein leeres schwarzes Tütchen und eine rosa Tüte mit guten Wünschen. ❤ Als wäre das nicht genug folgen noch gute Wünsche, ein eigener gehäkelter Freunde-Stern und ein Schutzengel. ❤ Sie drückt mich noch an ihr Herz und schickt mir ein Foto mit. Da ich mir nicht sicher war, habe ich es mal weggepixelt. 🙂

Ingrid kenne ich seit einer Postkartenwichtelei. Seitdem liest sie hier mit, kommentiert hin und wieder, schreibt häufiger Emails und immer mal wieder (selbstgebastelte) Karten. An dieser Stelle kann ich direkt mal nachholen was ich vergessen habe:
Danke! für die großartige Weihnachtskarte. Ich finde es super, dass du sie speziell auf mich Nachtmensch abgestimmt hast und habe mich sehr, sehr darüber gefreut! 🙂

Es freut mich sehr, dass du bei dem Wanderalbum so viel Spaß gemacht hast. Du bist auch diejenige gewesen, die am häufigsten gefragt hat wo es gerade steckt und wann ich endlich darüber schreibe. 😀 Danke meine Liebe!

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