Schlagwörter

, , , ,

Ich höre es schon, deswegen schreibe ich es selbst. „Kein Plan übersteht den ersten Feindkontakt.“ Ich finde den Spruch wirklich beschissen, aus diversen Gründen, wollte es aber schon mal Vorweg nehmen, damit es keiner mehr sagen muss. ^^

Wie das Leben nun mal so ist fällt M. diesen Monat direkt mal für die Sonntage aus. Aus diversen Gründen kann sie erst im Februar einsteigen und so bleiben L. und ich alleine übrig. Blöd nur, dass wir beide nicht allzu viel alleine geplant haben. Genauer gesagt sind es exakt 5 Erlebnisse. Noch blöder: Bei dem einen Erlebnis wird gerade gebaut. Bis Anfang April. Unpraktisch: Das zweite Erlebnis liegt quasi neben dem ersten und da beides eine etwas weitere Strecke ist, wäre das einfach blöd unabhängig voneinander zu tun. Bleiben in der Überlegung also 3 Erlebnisse. Doch auch ein drittes fällt raus, da noch nicht ganz klar ist wie da die Modalitäten so sind (Theater, Eintrittskarten nur vor Ort und nirgendwo ein einsehbares Programm….). Bleiben eigentlich nur 2 übrig, wäre da nicht noch eine Ausstellung die nur bis zum 17.01. geöffnet ist und die ich unbedingt sehen wollte. M. kommentierte das mit einem „Geht alleine in die Ausstellung.“ und somit stieg unser Erlebnis-Konto wieder auf 3. ^^ (Ich kann mich einfach nicht kurz fassen…) Das macht immerhin zwei gemeinsame Sonntage möglich.

Am 04.01. war es dann so weit. Viel zu früh (so um 10.30 Uhr *hust*) waren wir verabredet. Beide nicht wirklich wach („Du musst fahren, ich muss noch frühstücken.“ – „Ähm.. ich auch.. und ne… ich bin nicht wach.“) machten wir uns auf dem Weg nach Oberhausen in die Ludwiggalerie. „Streich auf Streich“ – 150 Jahre deutschsprachige Comics seit Max und Moritz“ hieß die Ausstellung, die nur noch bis zum 18.01.15 gezeigt wird. IMG_5962Der Erlebnisführer der RuhrTopCard warf dabei Daten und Titel zweier Ausstellungen durcheinander. Doch dazu später.

Noch auf dem Parkplatz waren wir so von den Menschenmassen überfordert, dass wir überlegt haben wieder umzudrehen. Sehr konkret sogar. So konkret, dass wir nur kurz anhielten um die Adresse der zweiten Location ins Navi zu tippen. Doch dann wurde direkt neben uns ein Parkplatz frei und ich erinnerte mich daran, dass ich mich nicht mehr durch andere von Plänen abhalten lassen wollte. Und es wäre wirklich, wirklich blöd gewesen, wenn ich diesen Plan bereits am 4. des Jahres verworfen hätte. Also gingen wir doch herein und wurden von einer netten Dame am Empfang begrüßt. „Ach, RuhrTopCard? Ja, die haben ja jetzt diesen tollen Code, aber uns hat man bei den Lesegeräten vergessen. Sie können also auch gerne noch mal wiederkommen.“ Damit erhöhen sich die 114 Erlebnisse direkt mal wieder auf 115 und auch M. wird doch noch in den Genuss kommen mit uns gemeinsam in die Galerie zu gehen.

Ich habe mich schon ein wenig fehl am Platz gefühlt. Ich glaube ich war noch nie in einer Galerie und es hat einen Moment – sehr lange – gedauert bis es einigermaßen ging. Um 11.30 Uhr gab es eine öffentliche Führung. Die findet an jedem Sonntag und Feiertag statt und ist im Museumseintritt bereits inbegriffen.

Wir haben an der Führung teilgenommen und ich habe über mich gelernt, dass ich dabei nur schlecht ernst bleiben kann. Viele Menschen die blöde Fragen stellen, oder Fragen stellen, die längst beantwortet worden sind, nur um besonders intelligent zu wirken, weil die Formulierung wirklich exquisit ist. Oder so. Alles nicht meins. Da die Kunststudentin aber wirklich interessante Hintergrund-Informationen geliefert hat wollte ich ihr unbedingt bis zum Schluss zuhören. Danach hatten wir dann noch etwa 1,5 Stunden Zeit um noch mal alleine in die Ausstellung zu laufen. Dann war das Parkticket abgelaufen. ^^

Die Ausstellung selbst geht über 3 Etagen und lässt dabei von Wilhelm Busch bis zu deutschen Mangazeichnern nichts aus. Beginnend bei Max und Moritz geht es über amerikanische Comics (Katzenjammer Kids) zur Satire (Simplicissimus, pardon, TITANIC), weiter zu Comics in Illustrierten bis zur Micky Maus. Dabei wurden auch so einige Erinnerungen wieder geweckt. Während L. „Vater und Sohn“ bereits kannte und sehr begeistert war, waren sie mir bisher gänzlich unbekannt. Dafür wurde ich bei Lurchi in die Vergangenheit katapultiert. Und auch bei Tick, Trick und Track war ich wieder bei Oma und Opa. Dabei hab ich mir auch direkt mal ein Buch gemerkt um es in der Bibliothek auszuleihen. Natürlich fand auch Walter Moers und das „Das kleine Arschloch“ seinen Platz. Ebenso Käpt’n Blaubär. Eine ganze Wand beschäftigte sich mit „Der bewegte Mann“ von Ralf König. Und schon saß Til Schweiger in meinem Kopf wieder nackt auf dem Glastisch. *g*

Es war eine interessante Erfahrung, für die ich persönlich aber mein weniges Geld nicht ausgeben hätte. Von daher ist die RuhrTopCard schon eine wirklich gute Angelegenheit. *g* Im Erlebnisführer wurde jedoch „Das ist doch keine Kunst“ beworben. Eine Ausstellung mit Ruthe, Sauer und Flix Comics. Dabei wurde das Datum der „Streich auf Streich“ – Ausstellung verwendet. Die jedoch findet erst ab dem 20.09. statt. Und da wir ja gerne noch mal kostenlos kommen können/sollen, werden wir das auch tun. 🙂

Jetzt beim drüber schreiben habe ich festgestellt, dass keines meiner Bilder etwas geworden ist. Zumindest nicht so, dass man sie präsentieren könnte. Ihr müsst euch die Ausstellung also selbst anschauen falls ihr das noch bis zum 18.1. schafft. 😉 Der Eintritt kostet dabei 8€. Ermäßigt sind es 4€. Die Ludwiggalerie ist barrierefrei. Die Öffnungszeiten könnt ihr dem Flyer entnehmen, oder auf der Website nachschauen.

IMG_5965 IMG_5966

Von Oberhausen aus ging es dann nach Essen zum Phänomania Erfahrungsfeld. Ebenfalls ein Erlebnis, welches zwar spannend und interessant war, aber mir die 7€ die es kostet nicht wert gewesen wäre. Dabei dürft ihr nie vergessen, dass ich dabei von meinem niedrigen Kontostand ausgehe. 

IMG_5967

Das Erfahrungsfeld richtet sich in erster Linie an Kinder, aber auch Erwachsene können durchaus ihren Spaß haben. Mich hat da z.B. der „Heiße Draht“ sehr erfreut, der mich aber auch binnen von 3 Versuchen in den Wahnsinn getrieben hat. Der riesigen – nennen wir es mal – „Sanduhr“ hätte ich Stunden lang zuschauen können. Für meine Nerven gar nicht gemacht waren die vielen Klangschalen und eigentlich generell alles was Lärm machen konnte, denn die meisten Kinder haben das auch einfach mal sehr ausgiebig genutzt. Den ein oder anderen Raum konnte ich deswegen auch gar nicht betreten. Es gibt Rohre durch den man den Umgebungsschall hören konnte, einen Raum für Lichtspiele, Reaktionstests, einen Barfußpfad, Rätseltische und zwei Bänke mit Tonschüsseln zum Tastsinn-Test. Bei letzterem habe ich gelernt, dass ich mich vor Wolle, Plastiktüten und Hygienehandschuhen erschrecke. ^^ Es gab auch eine Station bei der man 25 verschiedene Gerüche hätte identifizieren können. Da ich so geruchsempfindlich bin habe ich den Auflösungsbogen für L. gehalten und sie raten lassen. 😉

Draußen ging es noch ein wenig weiter. Dort waren wir besonders begeistert von den Schaukeln die sogar Platz für Erwachsenen-Hintern boten. Leider hat das Holz etwas geknarrt. 😀 

Auch hier habe ich keine Bilder. Aber das werdet ihr sicher verkraften. Die heutige Aktivität haben wir verschoben. Der Zeitdruck kommt eh erst im Februar. 😉

 

Advertisements