„Mich so früh zum Frühstück zu verabreden ist ne wirklich beschissene Idee. Schlagt mich doch einfach das Nächste Mal, wenn ich das tue.“ Erst danach ist mir aufgefallen, dass ich am Dienstag auch zum Frühstücken verabredet bin. Eine Stunde früher als am Montag. Nun ja… Was man halt so macht.

Viel zu wenig Schlaf, aber dafür reichlich Kaffee später, hab ich mich auf den Weg gemacht. Nach Kreuzberg, wenn ich mich richtig erinnere. Dort war ich mit jemandem verabredet, den ich eigentlich hier in Essen mal zum Kaffee treffen wollte, der dann aber spontan nach Berlin zog. Wie man das halt so macht. Also haben auch wir uns einfach in Berlin getroffen, statt in der eigentlichen Heimat. ^^ Das Frühstück war wirklich gut und lecker… und wenn mir noch einfallen würde wie der Laden hieß, würde ich sogar Werbung machen 😀 *google* Ha! Schall & Rauch! Aber auch Croissants gehören zu den Dingen, die ich ungerne in der Öffentlichkeit esse. 😀

Es war ein interessantes erstes Treffen. Und dafür dass es ein erstes Treffen war, war es auch so unfassbar unkompliziert. Wir frühstückten, unterhielten uns, und wanderten dann durch Berlin. So viel, dass ich a) nicht mehr weiß wo wir überall waren und b) danach keinen Meter mehr laufen konnte/wollte. Wir liefen eine lange Runde, kamen dabei definitiv durch den Mauerpark und auch an noch irgendeinem Denkmaldings vorbei… aber ähm.. ja.. keine Ahnung 😀 Wir endeten an der Schönhauser Allee S-Bahn, weil er da zur Arbeit musste und hatten somit einen perfekten Kreis vollendet.

Der ursprüngliche weitere Dienstagsplan hatte immer noch den Kaffee mit Mona inne, und Abends dann den Mano!Slam. Der eigentlich am 4. Donnerstag im Monat stattfindet, aus irgendeinem Grund im September aber am Dienstag. \o/

Doch Mona meldete sich nicht und mir taten auch einfach unfassbar die Füße weh. Also bin ich erst mal zurück zum Alexanderplatz, habe dort den DM gestürmt und mir watteweiche Einlagen für die Schuhe gekauft 😀 Da ich die aber noch zurechtschneiden musste, hab ich dem Nachholer einen „Schere raus“ Befehl geschickt und bin dann noch mal kurz in seiner Wohnung eingekehrt.

Ich glaube… ich war noch mal bei Madame Zucker. Es ist sehr wahrscheinlich, weil ich ich da irgendwann noch mal gewesen bin, aber so ganz sicher bin ich mir nicht. 😀 Ich vermute es aber. Später, nachdem die Füße sich einigermaßen beruhigt hatten bin ich dann relativ spontan doch noch zum Ort der Information. Das war eigentlich für Montag geplant, aber Montags war das natürlich geschlossen und nachdem ich zwar 2005 da gewesen bin, mich aber nicht mehr erinnerte, wollte ich unbedingt noch mal hin.

Im Endeffekt habe ich mich ein wenig mit der Zeit verschätzt. Die Schlange am Eingang hat mich etwas überrascht und im Endeffekt war es auch einfach viel größer als ich in Erinnerung hatte. Davon ab konnte ich so viele Eindrücke gar nicht verarbeiten und brach nach der Hälfte der Ausstellung ab. Wenn ich das nächste Mal da bin, dann werde ich mir einfach die 2. Hälfte anschauen und alles ist gut. Denn ich finde die Ausstellung – ebenso wie das Denkmal – wirklich beeindruckend! Noch dazu kostenlos!

Von hier musste ich dann schon los zum Slam und obwohl ich die ganzen Tage alles so gut hinbekommen habe, kamen hier dann doch die weichen Knie. Am liebsten hätte ich dann noch vor der Tür umgedreht, doch im Endeffekt bin ich einfach diesem blonden Mädchen da vor mir gefolgt… und plötzlich stand ich drin. Neben ihr. Wurde abkassiert und für ihre Freundin gehalten. Wir fanden es lustig, verbrachten den gesamten Slam zusammen, unterhielten uns in den Pausen und es war… beeindruckend. Wenn es wirklich Menschen gibt die von innen strahlen, dann gehört sie dazu. Und sie strahlt nicht nur für sich, sie strahlt auf andere ab. Und das mit niedlichen 21 Jahren. „Lass uns Nummern tauschen, dann kannst du dich melden, wenn du wieder in Berlin bist.“ – „Ohhh ich freu mich. Ich hätte mich nicht getraut dich zu fragen.“ – „Ich weiß.“ (Jetzt gerade, während ich das hier getippt habe.. habe ich ihr endlich geschrieben… habe ihr frohe Feiertage gewünscht, weil ich mich die ganze Zeit nicht getraut habe… *hust*)

Der Slam war natürlich auch sehr gut. Das Moderatorenpaar ist wirklich toll und auch ein Teil der Slammer war sehr beeindruckend. Insgesamt würde ich die Qualität in der Weststadt höher einschätzen, aber dafür ist die Atmosphäre ziemlich urig im klitzekleinen Raum vom ManoCafe. 😀 Gleicht sich also alles aus. Am liebsten würde ich mir ja jeden Slam in Berlin mal anschauen, aber das sind dann doch ziemlich viele…

Abschließend ließ ich mich abholen und wir fuhren zusammen zu Sash. Meine Klamotten holen, weil ich die letzte Nacht wieder in Neukölln schlafen wollte. Einfach praktischer mit dem Bus und so. 🙂

Das ganze artete dann wieder etwas aus, wir kamen erst recht später wieder zurück und dann war mein Aufenthalt auch schon fast wieder vorbei. *seufz*

Nur noch ausschlafen, packen, eine weitere Currywurst, Ernst einem Paketmann übergeben und der Weg zum Busbahnhof. 8 Stunden später war ich wieder zu Hause.

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Schön war es. Und wenn es nach mir ginge, dann wäre ich schon längst wieder da.

 

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