Uff. Auch der zweite Monat ging viel zu schnell vorüber und das lag nicht zuletzt daran, dass der Monat einfach so verdammt kurz war. ^^ Ich bekomme immer noch meinen Alltag ziemlich gut hin, habe den eigentlich erst für Mai geplanten Sport (zumindest im Februar) fest im Kalender gehabt und komme so einigermaßen klar. Mit allen verfügbaren Höhen und Tiefen natürlich… Da ist so nen „5 Stunden pro Woche nem Plan folgen“ Ding nicht immer so einfach zu verfolgen.

Wenn man mich mitten im Monat gefragt hätte wie es so läuft, hätte ich wohl gesagt: Beschissen. So gar nicht. Alles ist blöd. Wenn man mich jetzt fragt ist meine erste Reaktion ähnlich. „Ich hab ja gar nichts geschafft.“ „Orr.“ 

Dabei stimmt das gar nicht. Ich habe nur nicht das gemacht was ich mir so ganz konkret vorgestellt habe. Ich hatte nämlich geplant mein Rezeptbuch komplett neu zu gestalten. Die Rezepte einheitlich zu formatieren und sie alle noch mal schön zu schreiben. Im Endeffekt bin ich damit nicht weiter gekommen als „alle Rezepte aus dem Rezeptbuch nehmen, sie nach „schön geschrieben“ und „hässlich“ zu sortieren um dann festzustellen, dass ich auf jedem Rezept eine andere Handschrift habe“. Das war wirklich frustrierend. Jetzt fliegen die Zettel hier alle lose rum und ich bin noch keinen Schritt weiter. Klar, könnte ich sie auch ausdrucken. Dann wären sie einheitlich, aber irgendwie wäre das auch Verschwendung der Druckerpatrone, wenn ich es genauso gut mit der Hand schreiben könnte.

Dieses Frustgefühl zog sich den ganzen Monat durch. So dass ich immer wieder daran erinnert werden musste, dass ich ja doch schon einiges erreicht habe. (Und vermutlich werde ich jetzt doch einiges vergessen…)

Zum Beispiel habe ich mehrfach gebacken. (Kann aber natürlich nicht mehr sagen wie oft.) War jedesmal sehr, sehr lecker. Dabei habe ich auch diesen wunderbaren Blog gefunden und werde mich da mal weiter durchwühlen. 2015-02-21 00.17.49

Das hier ist der wunderbare nach Zimtschnecken schmeckende Kuchen vom oben erwähnten Blog. Bereits zweimal gebacken. So einfach und so gigantisch lecker. 

Am Ende des Monats habe ich sogar mein erstes Brot gebacken. Gut, es war „nur“ eine Brotbackmischung, aber es war ein wunderbares Brot und ich war sofort sehr verliebt. Das zweite Brot (ein März-Brot allerdings ^^) war bzw. ist sogar noch großartiger und jetzt hab ich mir tatsächlich einen Brotbackmischungsvorrat angelegt. Das ist umso interessanter, weil ich eigentlich nie Brot gekauft habe und das von der Tafel meistens nicht mal vollständig vernichtet bekommen habe. Aber wenn man es irgendwie selbstgemacht hat dann ist es ja noch mal was anderes. Vor allem, weil Hefe (selbst Trockenhefe) und ich bisher immer auf Kriegsfuß standen. 😀

Außerdem habe ich meinen Kühlschrank ausgemistet. Das heißt komplett leergeräumt – sehr viel merkwürdiges Zeug gefunden – ausgewischt und wieder eingeräumt. Allerdings nur noch die Hälfte. Ich habe alle leeren Einmachgläser noch mal gespült und weggeräumt und mich tatsächlich überwinden können manche wegzuwerfen. ^^

Eine größere Aktion war dann das mit Dr. Frost und mir. Ein Blick auf meinen Stromverbrauch hat mir nämlich mitgeteilt, dass ich ums Abtauen nicht mehr herum komme. Ich war erstaunt wie lange sich Gefriergut mit vielen Decken im Bett hält. Leider hat sich danach herausgestellt, dass die Tür nicht wirklich dicht ist und Dr. Frost einfach immer wieder an derselben Stelle einfriert. *seufz* Heißt das wird jetzt wohl ein monatliches Vergnügen, damit es nicht jedes Mal so lange dauert und der Stromverbrauch gar nicht erst so hoch wird… (Im letzten Monat hab ich jedenfalls mal eben locker 70 kw/h weniger verbraucht als im Monat davor… heftig!)

Ich habe meine beiden Küchenregale aus- und umgeräumt. Dabei habe ich festgestellt, dass ich viel zu viel Kaffee besitze und seitdem bin ich auf Filterkaffee umgestiegen und habe mir verboten mehr als eine Packung Kaffeepads im Monat zu kaufen. Leider hab ich noch nicht ganz raus wie ich die ideale Menge Kaffee koche ohne dass dann Reste kalt werden. Aber die Kaffeemaschine lässt sich programmieren. Ich kann morgens mit Kaffeeduft aufwachen! \o/ Das sollte ich viel häufiger tun. Wie konnte ich das überhaupt vergessen!?

Auch wenn ich meine Rezepte im eigenen Buch nicht sortiert habe und auch nicht in meine Kochbücher geschaut habe, so habe ich immerhin alle Kochrezept-Lesezeichen im Browser sortiert. Und das waren viele! Ebenso habe ich 200 Chefkoch-Emails gesichtet und brauchbare Rezepte im Chefkoch-Kochbuch gespeichert. Vieles ist dabei raus gefallen, vieles war plötzlich wieder sehr interessant und ein Rezept habe ich dann auch sofort ausprobiert und für sehr gut befunden.

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Schwedische Kartoffeln„. Sehr, sehr, sehr lecker!

Weiterhin habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht wie ich das mit meinem Gewicht weiter in den Griff bekommen könnte und bin tatsächlich dazu übergegangen Abends weitestgehend auf Kohlenhydrate zu verzichten und jetzt gibt es dann meistens nur Salat. Das hat jetzt natürlich nicht unglaublich viel gebracht, aber immerhin eine kleine Abwärtstendenz ist eingetreten. 😉 Ich bin dabei auch zu dem Schluss gekommen, dass die Getränke mir den Hals brechen. Auf Zucker (viel Zucker) im Kaffee kann ich einfach nicht verzichten. Auch sind meine Lieblingsgetränke nun mal meistens sehr zuckerhaltig. Da stehe ich dann jetzt vor dem Dilemma, dass ich eh zu wenig trinke und wenn ich mich da jetzt arg einschränke geht das eher zu Lasten des Kreislaufes. Also habe ich ein wenig gegoogelt und bin auf Bolero gestoßen. Noch im Februar bestellt, am Samstag angekommen, bisher eine Sorte probiert und zumindest die schon mal für gut befunden.

Noch nicht ganz fertig und ausgereift ist eine Lebensmittelliste die ich erstellt habe. Darauf befinden sich allerlei Dinge die ich gerne immer im Haus hätte um auch mal nen paar Tage ohne Einkauf überleben zu können oder um spontane Kochanfälle umsetzen zu können. In dem Rahmen habe ich auch überlegt meine Finanzplanung bezüglich Lebensmittel noch mal anzupassen. So ganz geht das bisher meistens nicht auf und manchmal ist es am Monatsende noch wirklich anstrengend. 

Fazit:

Ich muss mir mehr Notizen machen, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich etwas vergessen habe.

Es war spürbar zu merken, dass es einen Unterschied macht ob ich jetzt mit etwas schönem wie „Puzzeln“ zu Gange bin, oder ob es etwas praktischeres ist. Selbstverständlich ist es schwieriger sich mit Freude in anstrengendere Sachen zu begeben, als „nur“ zu puzzeln. Vor allem weil der Monat noch mal etwas anstrengender war als der letzte.

Das dauerhafte Frustgefühl hat das ganze auch nicht unbedingt verbessert. Wenigstens war es in diesem Fall einfacher was die Ablenkung anging. Ich habe meistens Hörbücher (Das Lied von Eis und Feuer ^^) gehört.

Ich habe relativ viel gelesen. Teilweise bin ich früher ins Bett um zu lesen. Also dürfte das mit den Stunden wohl hingekommen sein. 😉

Was mich etwas traurig stimmt: Es hat nicht funktioniert die Pläne aus dem Januar auch weiter im Februar umzusetzen. Das war ja eigentlich der Plan. Etwas so ausgiebig machen, dass ich mich dran gewöhne und es weiter fortsetze. Aber vllt. ist es auch einfach zu viel was hier gerade unabhängig von der Liste läuft. Der Sport der wie gesagt erst im Mai dran wäre, das Englisch-Zeugs welches eigentlich erst im Juli dran wäre. Dafür habe ich obwohl jetzt schon März ist immerhin eine gewisse Küchenaktivität beibehalten. 

Und gleichzeitig habe ich das Gefühl auch alle anderen Punkte der Liste gleichzeitig machen zu wollen. Vielleicht ist es also ganz gut, dass ich mich da tatsächlich begrenze. Es wäre unmöglich Aktivität und Fortschritte zu bemerken und festzuhalten, wenn ich alles gleichzeitig versuchen würde…

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