Es ist erst eine Woche her und ich erinnere mich nicht mehr dran was gewesen ist. Das was ich dachte, dass es letzte Woche gewesen ist, habe ich gerade tatsächlich in dem Artikel von vorletzter Woche gelesen. Das ist irritierend. Denn mir fällt einfach absolut nicht ein was dann letzte Woche das Thema war…

Ich weiß dass ich mich darüber ausgelassen habe wie stressig mein Tag sein wird. (Also ehrlich gesagt ist mir das gerade erst wieder eingefallen). Therapie – Bib – Lernen – Schwimmen – Geburtstag war der Plan. Und ich weiß – jetzt wieder – dass wir darüber geredet haben, dass das doch gar nicht so schwierige Dinge sind und die doch – abgesehen von Geburtstag – nix schlimmes sind und ich theoretisch davon doch auch gar nichts „muss“, sondern es einfach sein lassen könnte. Es wurde deutlich, dass es gar nicht unbedingt um die einzelnen Termine ging, sondern viel auch um „Wenn der eine Bus zu spät kommt, dann stirbt der ganze Plan“.  Und um die Uni. Der Gedanke daran das erste Mal wieder in die Unterlagen zu schauen hat mir Bauchschmerzen bereitet. Wir landeten bei meinen Ansprüchen und dabei, dass ich mir nur selbst im Weg stehe und es vermutlich gar keine Zweifel am Bestehen der Klausur geben kann, aber ich halt auch einfach mal antreten sollte..

Mehr fällt mir jedoch wirklich nicht mehr ein. Da ist das von heute dann doch präsenter. 😉 Es fing mit meiner Freude auf die „Urlaubswoche“ an, die ich mir für nächste Woche genommen habe. L. ist im Urlaub, die Therapie hab ich abgesagt. Der Plan ist, dass mich keine Termine von außen stressen dürfen. Maximal darf ich mich selbst stressen. 😉 Dieses „Ich muss dahin“ soll es mal eine Woche nicht geben. So wie sich andere Menschen Urlaub von der Arbeit nehmen, nehme ich mir Urlaub von der Auseinandersetzung mit mir. Muss auch mal sein. „Oh, sie machen ein Experiment.“ So hatte ich es tatsächlich noch gar nicht betrachtet. Aber ja, vermutlich ist es da. Ein schauen wie ich funktioniere, wenn ich kein starres Korsett von außen habe. Im selben Atemzug habe ich mich über die Tafel aufgeregt. Darüber, dass sie vorgibt was ich zu kochen habe und dass ich das so einfach gerade blöd finde und lieber selbst einkaufen gehen würde. Also vollständig. (Versteht mich nicht falsch, ich weiß die Tafel durchaus zu schätzen und mir ist bewusst, dass ich einiges was ich dort bekomme, sonst nicht kaufen würde, weil es mir zu teuer erscheint.) Mir geht es in jedem Tafel-Jahr so, dass ich die letzten 3-4 Monate anstrengend finde und einfach wieder alleine bestimmen möchte. Vor allem wenn man mal überlegt, dass der Tafeltermin alleine schon so anstrengend ist wie so ein Dienstag mit Therapie, Bib, Lernen, Schwimmen + Extra. Ehrlich. Tafel ermüdet und zermürbt. Von dem unwürdigen Teil bei dem man im Regen Schlange steht noch gar nicht geredet. Schnell wurde das alles als Autarkie-Wunsch zusammengefasst und das macht ja auch irgendwie Sinn.

Im weiteren Verlauf ging es dann auch darum, dass mein Bruder nicht mehr (mit mir) schwimmen gehen möchte. Und dass ich zwar glaube, dass er einfach nur nicht mehr schwimmen möchte, aber ein kleiner Teil in mir sich auch Gedanken macht, ob es an mir liegt und das fände ich dann halt durchaus doof… Hier haben wir uns ja für meine Begriffe etwas zu lange aufgehalten und das Fazit bekomme ich jetzt auch nicht mehr zusammen….

Er stand auf und brannte mir eine CD mit Dingen die ich mir dringend mal anhören sollte.

Und dann fing ich an etwas zu erzählen, was ich hier jetzt nicht so wiedergeben kann wie es im Dialog stattfand, weil ich auch diesen Artikel sonst mit Passwort versehen müsste, so wie Sitzung 32. Und das möchte ich nicht. Aber wir landeten bei Trabanten und Planeten. „Werden sie schreiben?“ – „Ich habe nichts mehr zu sagen.“ Schweigen. Mehr Schweigen. „Es ist normal, oder? Es ist normal, dass man sich verloren fühlt, wenn man die ganze Zeit um jemanden gekreist ist?“ – „Ja, natürlich.“ – „Also torkele ich jetzt so lange rum, bis ich eine neue Umlaufbahn gefunden habe? Oder selbst Planet bin.“

Irgendwann während des Dialogs, den ich jetzt nicht vollständig schreiben kann, sagte er folgenden Satz: Sie sind aber auch mehr Selbst (als vorher). Und ja. Vielleicht bin ich das tatsächlich. Vielleicht bin ich mehr. Und vielleicht erkenne ich vor allem einfach auch mehr. Von mir. Und vielleicht merke ich vor allem, dass es sich nicht lohnt um jemanden zu kreisen.

Als die Sitzung fast schon zu Ende ist, fange ich noch mit etwas anderem an. Doch das Thema ist das selbe. Lösen und Loslassen. Und ja, vielleicht funktioniert das im Moment ganz gut. Aber trotzdem fühle ich mich ohne Umlaufbahn etwas verloren.

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