Vom Gefühl her, hätte ich gesagt, dass ich nur noch oberflächlich blogge. Ein paar Projekte abarbeite, tendenziell eher auf dem Buchblog was mache und hier nicht nicht mehr viel von mir zu sehen ist. Abgesehen vom noch nicht vollständigen Berlin-Bericht vielleicht. Doch dann finde ich Artikel wie diesen, oder diesen, oder diesen hier. Außerdem gibt es in [Liv] ja schon recht viel Überblick über das was in der Woche passiert ist. Oder?

Und irgendwie ist es ja auch das was mein Leben ist. Diese Tiefs, das Hangeln an Projekten, die vielen Medien die ich konsumiere (was man halt so noch mal deutlicher wird, wenn man es wöchentlich notiert ^^), das bißchen Uni. All das ist mein Leben.

Aber ich habe aufgehört über die Therapie zu bloggen. Wenn man mal von dem Artikel hier absieht. Oder über die Betreuung. Einmal habe ich L. erwähnt. Hier. Ansonsten nichts. Zumindest nicht ausführlich.

Dabei läuft es immer noch gut. Beides. Wobei wir bei der Therapie gerade etwas angefangen haben, was ich vielleicht doch noch mal in einem eigenen Artikel verbloggen sollte… Bald.

Mit Blick auf den Flohmarkt Anfang Juli, bei dem wir jetzt aus organisatorischen Gründen halt so tun müssen, als wäre ich auf jeden Fall Teilnehmerin (da wird erst ganz kurz vorher eine schriftliche Bestätigung verschickt…), packen wir gerade Kisten. Entstauben Bücher. Haben 2 Termine pro Woche. Ich bin schon einmal durch die Wohnung gegangen und habe überlegt was ich so loswerden möchte. Habe überlegt, ob es nicht einfach viel zu wenig ist. Habe gezweifelt, ob ich überhaupt die 15€ Standgebühr zusammen bekomme und ob es nicht im Endeffekt ein Verlustgeschäft sein wird. Ich habe eine Liste gemacht – jetzt gerade eben. Habe Kisten von meinem Papa geordert, habe eine Fahrerin und L. kommt als Begleitung mit. Wir wissen nur nicht zu welcher Zeit wir vor Ort sein müssen. Und ob überhaupt. Und es macht mich unruhig. Natürlich. Außerdem haben wir jetzt schon den 13.6. und nur noch 3 Wochen Zeit.

Gleichzeitig sollte ich die Mail an die Hausverwaltung schreiben. Zum letzten Dienstag. Sie ist geschrieben und Kontrolle gelesen. Aber abgeschickt habe ich sie nicht. Ich hatte plötzlich die Angst, dass sie einen Termin innerhalb von 24 Stunden vorschlägt. Habe ich immer noch. Mein für mich jetzt gesetzter Stichtag ist Montag. Und dann hoffe ich einfach, dass sie nicht zu bald Zeit hat. Ich muss noch Fenster putzen. Den Boden wischen. Aufräumen. Das Bad putzen. Auswandern. Und ich bin einfach nur müde. Sehr, sehr müde.

Anfang der Woche hatte ich mich bereiterklärt Katzen zu füttern. Das hab ich gerne gemacht und auch ein klein wenig als Experiment betrachtet. Morgens zu ner festen Zeit irgendwo sein. Hat funktioniert. Mich aber ziemlich zerstört zurück gelassen. Kaum Schlaf. Wenn dann nicht guter. In der Woche ist mir dreimal mein Lattenrost aus dem Bett geflogen. Heute bin ich mit richtig üblen Nackenschmerzen aufgewacht.

Der Juni wird ist anstrengend. In 2 Wochen wäre das Seminar an der Uni gewesen. Und ich habe es wieder abgesagt. Obwohl ich vor ein paar Wochen noch total überzeugt war, dass ich das durchziehen werde. Doch bis dahin werde ich nicht den Stoff gelernt haben, von dem ich zu dem Zeitpunkt wissen sollte. Und ich bin zu dünnhäutig um diese 100 Menschen zu ertragen und mit ihnen Smalltalk zu führen. Denn bei nur 5 Leuten war ich schon zu angestrengt. Und es hat mich auch einfach nur deprimiert. Und verstört.
Das Seminar war das einzige was ich jetzt noch beeinflussen konnte.

Bleiben Hausverwaltung, Wohnung, Flohmarkt und das Lernen. Und über die Dinge die mich traurig machen… hab ich noch gar nicht geredet.

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