Gerade in der letzten Zeit sind mir so viele Dinge aufgefallen, die ich viel, viel, viel zu selten mache, bei denen ich aber so im Trott bin, dass ich die Kurve irgendwie nicht kriege… (Seit Wochen habe ich diesen Artikel im Kopf. Vorhin als ich angefangen habe kam ich nur auf zwei Punkte. Jetzt könnte ich ohne Weiteres mehr als 10 nennen… aber irgendwo muss es ja auch mal ein Ende haben… 😉 )

1) Lesen. Ich lese sehr gerne, aber ich nehme mir viel zu selten die Zeit dafür. Statt mich mit einem Buch auf die Couch zu legen, bleibe ich einfach viel zu viel vorm Rechner sitzen. Ich lese fast ausschließlich unterwegs. Manchmal in der Badewanne. Ganz selten – bei besonders spannenden Büchern – auch im Bett. Das führt wegen mangelnder Impulskontrolle dann aber meistens dazu, dass ich erst aufhöre, wenn das Buch durch ist… *hust*

2) Aus einem Kochbuch kochen. Ich habe so viele wunderbare Kochbücher, aber fast nie koche ich daraus. In den meisten sind unzählige Markierungen, weil ich immerhin schon mal durchgeblättert habe, aber wirklich raus kochen tue ich dann doch eher selten.

3) Musik hören. Ich liebe Musik. Ich gehe unglaublich gerne auf Konzerte und höre auch unterwegs immer Musik. Aber mich hier zu Hause hinsetzen und mal Musik statt einer Serie laufen zu lassen? Undenkbar. Ich fühle mich dann unterbeschäftigt, meinem Hirn fehlt ein Reiz und ich werde unruhig. Dabei bin ich mir so sicher, dass ich unzählige Perlen besitze, die nur darauf warten gehört zu werden.

4) Mich auf meine Couch setzen. Zugegeben, das Ding ist tierisch unbequem, aber so ab und an wäre so eine Abwechslung zum Schreibtischstuhl sehr praktisch. Und gesund. Und überhaupt. Auch die Miezen würde es erfreuen, denn die kommen nur kuscheln, wenn ich auf der Couch sitze. Und man könnte es ja mit dem Lesen oben verbinden, nicht wahr? Und Musik könnte ich glatt auch noch hören. Also theoretisch.

5) Sport machen. Ich mache gerne Sport. Ehrlich. Das Gefühl danach ist unglaublich, der Muskelkater erinnert noch Tage daran, dass man etwas geleistet hat und die positiven Effekte auf den Körper brauch ich ja wohl niemandem erklären. Theoretisch muss man für Sport ja nicht mal mehr vor die Tür. Unzählige Videos im Internet machen es unglaublich einfach. Diverse Konsolen unterstützen einen dabei… und trotzdem: Ich bekomme es einfach nicht hin.

6) Fotografieren. Ich mach das eigentlich ganz gerne. Aber irgendwie auch nur im Urlaub. Und selbst da nicht wirklich viel. Aber jetzt hier einfach mal mit der Kamera in den Park? Nein. Mach ich nicht. Weil ich das Gefühl habe, dass mein Zeitplan sowieso schon zu eng ist…

7) Rad fahren. Das könnte man jetzt auch zu dem mit dem Sport dazu zählen, aber es ist ja schon noch irgendwie was anderes, weil es natürlich draußen stattfinden muss. Also mehr Aufwand. (Und noch eine ganze Menge anderer Gründe, die mich davon abhalten… aber das habe ich an anderer Stelle schon mal erzählt…) Dabei liebe ich das Gefühl vom Fahrtwind. 

8) Lernen. Auch das macht mir Spaß. Aber in meinem Kopf ist das mit „Ich muss dafür viel Zeit haben“ verknüpft und so nutze ich kleine Lücken nicht und tue es einfach viel zu selten.

9) Bloggen. Ich schreibe doch eigentlich so gerne. Und ich habe eigentlich so viele Ideen und so viele Dinge die ich für mich festhalten möchte. Aber meistens, wenn ich dann theoretisch die Zeit hätte in Ruhe zu tippen, dann fallen mir andere Dinge ein, die ich noch „mal eben kurz“ machen möchte und dann brauch ich einen neuen Kaffee und dann habe ich plötzlich Hunger und irgendwie sind Ruhe und Zeit dann weg und wenn ich erst mal müde werde ist es sowieso vorbei mit dem Bloggen. Meistens.

10) Dinge durchhalten, die ich mir vorgenommen habe.

Advertisements