Würde ich ständig alles stehen und liegen lassen, wenn mir etwas einfällt was ich schreiben könnte, gäbe es hier wesentlich mehr Artikel. Da ich das aber nicht tue, gibt es hier nicht nur nix zu lesen… nein ich vergesse auch ständig was ich eigentlich schreiben wollte…

Manchmal frage ich mich auch wofür dieser Blog eigentlich noch gut ist. Ob er überhaupt einen Wert hat. Und ob ich nicht einfach – mal wieder irgendwo neu anfangen soll. Und wenn ja… ob ich dann sage wo ich weiter schreiben, oder ob ich es nicht tue. Ich frage mich, ob es noch interessant ist was ich hier schreibe und beantworte mir das selbst mit „Egal… du schreibst für dich.“ ohne mir selbst zu glauben. Denn wäre das wirklich so, würde ich dann nicht einfach auch genau das tun? Schreiben? Egal ob ich was sinnvolles zustande bringe oder nicht?

Wenn ich an meinen Blog denke, dann ist da so viel schlechtes Gewissen. Wegen dem Wanderalbum. Den Dankeskarten die noch nicht verschickt sind und den fehlenden Artikeln. Wenn ich an die fehlenden Berlinartikel denke, denke ich auch daran, dass ich seitdem nicht dazu gekommen bin mit Sash zu schreiben. Ich denke daran, dass ich keine der letzten Therapiestunden verbloggt habe und sie einfach so an mir vorbeiziehen. Dass die RuhrTopCard Erlebnisse in Vergessenheit geraten werden, wenn ich nicht drüber schreibe. So vieles ist hier unfertig. So vieles schwirrt mir noch im Kopf herum. Und an so vieles möchte ich auch gar nicht denken… 

Auf die nicht gestellte Frage wie es mir denn geht, antwortete ich gestern in der Therapie „Solange ich nicht dran denke, dass ich nicht weiß was ich mit meinem Leben anfangen will… solange geht es einigermaßen.“

Und neben all den Dingen, die sich da einfach so ins Hirn schleichen… sind da die noch viel größeren Dinge an die ich denken muss. Weil ich organisieren, planen und machen muss. Weil da Termine anstehen, Papierkram erledigt werden muss, Rechnungen bezahlt werden wollen und dann nichts davon im ersten Anlauf so funktioniert wie es soll, weil Murphy das einfach nicht in Ordnung fände. Da fallen die wichtigen Termine aus und werden verschoben. Da werde ich dazu genötigt mehrfach Angst vor demselben Termin zu haben, weil er sich so kurzfristig verschiebt und man mir mehr Zeit gibt mir Monologe und Dialoge vorzustellen.  Da werden manche Ängste kleiner (Telefonieren.. oh yeah…) und andere größer. Was wenn ich immer alleine bleiben werde? „Eine Beziehung führen halte ich ja für die Königsklasse….“, macht mir der Therapeut wenig Hoffnung.  Nun ja…. wer braucht schon Hoffnung, wenn man so viele Lebensziele hat wie ich… *müde lächel*

Trotzdem mache ich irgendwie weiter. Genüge weder meinen noch den Ansprüchen anderer und bin einfach nur müde. Weiß, dass ich nicht weiter machen kann, wenn ich anfange drüber nachzudenken warum ich weiter machen sollte. Und mache einfach.
Während die Zeit – viel zu schnell – vergeht und ich das Gefühl habe nichts erreicht zu haben.

„Mittwoch. Da hast du nur einen deiner 11 Termine. Da hast du Zeit ein wenig aufzuräumen.“ Und jetzt… jetzt ist 22 Uhr durch. Und ich habe heute nicht aufgeräumt. Bin den ganzen Tag nicht wirklich wach geworden, war vom einen Termin + Einkauf angestrengt und dann schon stolz darauf, dass ich tatsächlich gekocht habe. So richtig mit Fleisch schnibbeln und braten und zwei Herdplatten benutzen. \o/
„Und jetzt stell dir mal vor… ich muss zu den vielen Terminen sogar noch arbeiten.“ Wenn ich Zeit habe bedauere ich dich vllt. für dein ganz normales Leben mit Job, Freund und allem was man so braucht. Und obwohl ich weiß, dass sie einfach nur schneller geredet hat als gedacht… nagt es. Seit jetzt zwei Wochen. Sehr.

Nun habe ich gebloggt und halte mich davon ab einfach alles wieder zu löschen. Aufgeräumt ist hier immer noch nicht. Und es ist fast schon Freitag… und so wollte ich meinem Besuch eigentlich keine Wohnung präsentieren. Vielleicht bin ich morgen ja nicht so müde. Nach den 3 Terminen. 

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