Der November ist ein ziemlich grauer Monat, der besonders für die Gattung Svü nur sehr schwer zu ertragen ist.

Ich hätte es wissen können. Hätte darauf vorbereitet sein können, dass es jetzt so ist wie es gerade ist. Ohne zu schauen bin ich mir ziemlich sicher, dass es auch im letzten November eine Menge graue Artikel gab. Und in dem Jahr zuvor. Möglicherweise habe ich sogar meiner Psychiaterin schon mal davon berichtet, dass es immer im August und November abwärts geht. Ich bin mir nicht sicher, aber irgendwem habe ich das erzählt. Für den August habe ich so spontan keine Erklärung… beim November ist das schon etwas leichter.

Im November ist mein Geburtstag gerade vorbei. Ich bin älter geworden und an meinem Leben hat sich immer noch nichts geändert. Ich bin immer noch unerfolgreicher Single in einer mehr oder weniger chaotischen Wohnung. Außerdem sind die Tage verdammt kurz und dunkel und auch wenn ich die Sonne morgens meistens schmerzhaft hell finde (nicht übertrieben leider), schlägt es doch auf die Stimmung wenn es so ganz düster ist.
Es wird kalt. Auch in meiner Wohnung. Selbst wenn ich die Heizung voll aufdrehe und hier in 5 Schichten sitze. Ich friere. Sehr. Immer mal wieder. Bis Weihnachten ist es nicht weit. Und selbst wenn man es so wie ich hinbekommen hat dem Familienkram zu entkommen (Weihnachten ganz alleine \o/) ist es halt doch auch traurig. Natürlich wäre es schöner, wenn ich zu zweit unter einem nicht existenten Baum sitzen würde. Es wäre schöner wenn ich zu zweit nicht Silvester feiern würde. Und es wäre auch schön wenn man sagen könnte „War nen erfolgreiches Jahr“, wenn es dann so weit ist.
Im Ernst… ich brauche im November keinen Todesfall um schlecht drauf zu sein. Aber natürlich hilft der nicht sonderlich dabei sich aufrecht zu halten.

Das Kätzchen stand steht für all das was ich nicht kann: Einfach machen. Ohne Angst. Weil das Leben kurz ist. Einfach machen, weil man keine Zeit zu verschenken hat.

Ich kann das nicht. Ich kann nicht einfach machen. Nicht immer. Häufiger als früher, aber längst nicht immer. Zu vieles lähmt mich noch. Bedrohungen jeder Art. Angst jemanden zu verlieren. Generell Angst vor nicht so schönen Konsequenzen. Ihr Tod hat dieses Unvermögen meinerseits einfach noch mal getriggert. Zu einer Zeit in der da in der Küche eh schon seit 2 Wochen nen Topf steht und sich ein Topf nach dem nächsten dazu gesellt… Zu einer Zeit wo ich auch so schon drei freie Tage am Stück toll finde und in der Zeit einfach schön vor mich hingammel und nur wenig von dem was ich mir vornehme schaffe. An letzterem würde ich arbeiten wollen… die drei freien Tage am Stück hätte ich demnächst gerne häufiger. Ich bin einfach müde.

Seit Wochen schaffe ich es nicht wirklich zu kochen. Ich falle in alte Fertiggericht-Muster zurück und ärgere mich darüber. Anderseits kann ich ja auch froh sein dass ich überhaupt irgendwas esse und zumindest esse ich nicht immer Pizza, sondern variiere den Fertigfraß… ^^ Manchmal schaffe ich es den halben Tag auch nicht zu essen. Dann bin ich müde, friere und hab auch noch Hunger. Und dann werde ich unleidlich.

Üble Kombination. Und es tut mir leid. Es tut mir leid für alle die das ertragen müssen, die mitbekommen, dass ich biestiger werde und genervter. Die meine Lästereien ertragen müssen, einfach weil sie immer da sind. (Sorry, Jo. <3)
Ich erwarte, dass man mir von der Stirn abließt was ich erwarte. Und dass man doch bitte auch so reagiert wie das soll und wenn nicht werde ich sauer. Schwierig, wenn ich meine Stirn hinter der Wohnungstür verbarrikadiere. Ich stoße weg, weil mich alles nervt. Alles ist zu laut. Zu hell, zu grell, zu nervig. Seit Wochen. Und gleichzeitig bin ich so alleine, dass es mich zerreißt. Selbst wenn ich es theoretisch gar nicht bin. Selbst wenn man mit mir redet.

Im November braucht es einfach besonders viel Flausch.

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