Baustelle 1: Hausverwaltungsgedöns

Das mit dem Mieterverein habe ich noch nicht hinbekommen. Der Antrag liegt seit einem Monat unterschrieben hier rum. Aber ich habe es nicht geschafft ihn abzugeben oder abzuschicken. Geschweige denn einen Termin zu machen. „Ist das Angst, Depression oder Prokrastination?“, fragte der weltbeste Therapeut da letzte Woche… Tja. Alles? Ich bin so von Menschen genervt und angestrengt (Depression), dass ich nicht unnötig vor die Tür gehe und das vor mich hin schiebe (Prokrastination), vor allem weil ich mit diesem Termin ja eine Lawine in Gang bringen würde, die mir sehr viel Unbehagen bereitet (Angst).

Letzten Dienstag rief ich sie an, weil am Wochenende vorher meine Heizung nahezu vollständig ausgefallen war. Es dauerte keine Stunde bis der Heizungsmensch bei mir vor der Tür stand! Ich war ziemlich baff. Warum kann sie nicht alles so fix regeln? Elektriker habe ich immer noch keinen gesehen… und was der Maler so erzählt hat bezüglich Fenster sanieren weiß ich bis heute nicht. -.-

Baustelle 2: Rentengedöns

Hat sich einfach mal so gar nichts getan. ^^ Ich konnte mich weder aufraffen an einem Montagmorgen zur Beratung zu gehen, noch an einem Mittwochnachmittag dafür in die Stadt zu fahren. Und somit bin ich nicht weiter als vorher. Vielleicht nächste Woche. Also nicht morgen, sondern den Montag danach. ^^ Ein wenig Zeit habe ich ja noch bevor das Amt wieder einen Termin verlangt… 

Baustelle 3: Nordwestbahn √

Nach knapp 2 Wochen kam tatsächlich per Post eine Zahlungsaufforderung über *trommelwirbel* 5,70€. Also nur den regulären Preis, den mich das Ticket gekostet hätte, wenn ich denn intelligent genug gewesen wäre es auch zu endgültig zu kaufen. Meine sehr lange, im Selbstmitleid badende Mail war offensichtlich sehr überzeugend.

Baustelle 4: Waschmaschine √

Nachdem am 8. Februar da diese gebrauchte Waschmaschine mit viel Aufhebens hier einzog… funktionierte sie nur eingeschränkt. Sie wusch: Aber eben nur kalt. Damit hätte ich eine Weile leben können, das wäre sicher irgendwie gegangen und ich hab da auch ziemlich viel zu gegoogelt und wie man trotzdem nicht unhygienisch durch die Gegend rennt… aber mein Papa fand kalt waschen so viel tragischer als gar nicht waschen, dass er mir eine Waschmaschine bestellte. Elsa, die Kleine zog vor jetzt etwas über einer Woche hier ein und macht ihren Job sehr gut. Da sie tatsächlich weniger tief ist, als ihre Vorgängerinnen konnte ich Kühlschrank und Maschine tauschen und jetzt gerade vor der Spüle stehen. Bisher war das immer etwas angeschrägt und ging irgendwann aufs Kreuz. 


Baustelle 5: Ausmisten

Ich habe in den letzten Wochen sehr viel aufgeräumt und ausgemistet. Der Anstoß dafür kam von der 28 Schubladen Challenge bei HappyIch. Nicht alle Wochen waren auf mich zugeschnitten. Viel fiel für mich raus, weil ich z.B. weder Vasen noch Zeitschriften besitze, kein Auto habe und meine Badezimmersachen nicht so einfach getrennt waren, dass ich sie kategorieweise hätte sortieren können. Auch Bücher, Spiele, Puzzle aussortieren war nicht drin, ebenso besitze ich keinen Nachttisch. ^^ Außerdem war die Zeitbegrenzung für mich nicht zu gebrauchen. In einer halben Stunde schaffe ich persönlich einfach gar nichts. Die Punkte, die für mich relevant waren, waren das dann auch wesentlich umfangreicher und ich bin ja auch einfach sehr langsam, weil ich vorher noch alles im Kreis kaputt denken muss. ^^

Aber! Ich habe durchaus Erfolge zu verzeichnen. Ganz aktuell habe ich gerade Handtücher ausgemistet und sortiert, meine Bettwäsche umsortiert und fein säuberlich in den Schrank gestapelt. Außerdem habe ich in den letzten Wochen meinen Kühlschrank ausgemistet, meine Vorratsregale sortiert, Gläser & Geschirr gesichtet (und festgestellt, dass ich mich da von nix mehr trennen kann), mein Badezimmer auf den Kopf gestellt, viel sortiert und gemerkt, dass ich laaaaaaange nichts mehr kaufen muss. Gar nichts. Vielleicht brauch ich nie wieder Shampoo. Ich habe meine Festplatten aufgeräumt und sortiert. Habe Dateien von 2009 und früher gelesen, angeschaut und dann gelöscht. Habe mich an Menschen erinnert, die ich lange vergessen habe. Auch an Menschen die ich vergessen wollte. Viel dabei geweint und weiter gelöscht. Niemals zu vor hatte ich so viel Platz auf meinen Festplatten. Nur um dann anzufangen meine gebrannten CDs der letzten 15 Jahre aus der hintersten Ecke zu kramen und zu sortieren. In letzten Wochen sind sicher über 100 CDs in den Müll geflogen und es tat nicht weh. Überhaupt tut das Ausmisten nicht mehr weh. Es ist nicht mehr so schwierig wie früher. Nicht so undenkbar wie noch vor Jahren.

Das jetzt hier zu lesen wirkt unglaublich viel. Tatsächlich fühlte sich das bis gerade eben nicht so viel an. Morgen geht der Februar zu Ende und all das habe ich in den letzten 28 Tagen geleistet. Gut… dafür bin ich auch an eher wenig Tagen vor die Tür gegangen. ^^

Baustelle 6: Essen

Seit Wochen ist Essen anstrengend. Es fing damit an, dass ich Essen einfach nur mühsam fand. Also den Vorgang an sich. Dann habe ich irgendwann Dinge gekocht, die ich plötzlich nicht mehr riechen konnte und dann so ekelhaft fand, dass ich sie maximal würgend herunterbekommen habe. Manches davon beschert mir beim bloßen Gedanken daran noch Übelkeit. Dementsprechend wenig Freude hat das Kochen in letzter Zeit gemacht und dementsprechend häufig habe ich halbe Tage hungrig verbracht, Kopfschmerzen bekommen und ausgiebig schlechte Laune… In den letzten Tagen ging es jetzt zum Glück wieder. Dafür habe ich einfach mal vergessen mir Frühstück zu kaufen und muss improvisieren. So übers Wochenende.

Baustelle 7: Bloggerei

Tjaha. Hier passiert nicht so viel. Fotos für 12 von 12 habe ich zwar gemacht, aber vergessen zu veröffentlichen. Kein Januar-Fazit, keine Februar-Pläne. Auch März-Pläne habe ich nicht. Also schon. Aber nicht schriftlich für euch. Dafür habe ich auf dem Buchblog dieses Jahr bereits 40 Artikel veröffentlicht. Und es macht Spaß. Und ist schön. Und überhaupt. Ob hier regelmäßiger was kommt? Vermutlich nicht. Ich sortiere mich im Bullet Journal. Nicht (mehr) hier.

Advertisements