Es ist eins meiner größten Probleme, dass ich offensichtlich immer nur einen Bereich in meinem Leben wirklich „bearbeiten“ kann. Ich kann das nicht parallel. Ich kann nicht arbeiten und gleichzeitig meinen Haushalt unter Kontrolle halten. Haushalt unter Kontrolle haben und ein ausgefülltes Sozialleben haben. Sozialleben haben und arbeiten.

Nicht, wenn ich dafür wirklich aktiv was tun muss. Natürlich helfen da Gewohnheiten und so gab es immer mal Momente, Wochen … in denen es so aussah als würden einzelne Dinge doch parallel laufen. Laufen können. Doch dann kommt da irgendein Einfluss von Außen und schon schwankt das Gebilde… und wenn ich dann wieder von vorne anfangen muss, dann geht halt immer nur eine Sache. Ganz oder gar nicht.

Jetzt ist das nun mal so, dass Abnehmen einen auch viel beschäftigt. Zwar geht das „drauf achten“ und das abwiegen und überhaupt die … sagen wir mal… Organisation recht schnell von selbst… aber kochen muss ich trotzdem selbst. 😉 Und auch Sport frisst Zeit. Und macht müde. Und dann brauch ich Ruhephasen. Alle Wege zu Fuß zurücklegen verlängert eine Aktivität vor der Tür schnell schon mal um das doppelte oder dreifache. Aber das ist okay. Ich weiß wofür ich es tue und ich kann damit nur gewinnen. 

Dass ich jetzt seit Anfang Juli nicht wirklich gesund bin (Es war übrigens eine Gyn-Op, liebe Ingrid. Laservaporation und Ausschabung am Gebärmutterhals – ich lese alle Kommentare, aber wenn ich anfange zu antworten müsste ich erst mal allen antworten … und dann verzettel ich mich und *seufz*), hilft mir jedenfalls nur so bedingt.

Schmerzen bringen mich schon ziemlich aus dem Konzept. Vor allem ungeklärte. Jetzt kristallisiert sich nach „Harnwegsinfekt erledigt“ und „Rückenwirbel zwar raus, aber nicht gänzlich ursächlich“ zwar heraus was es sein könnte, aber aktuell wird die abschließende Untersuchung mit einem „Wir haben Termine im Oktober/November/Dezember“ verhindert… und ich muss bei den verbliebenen Optionen mal in mich gehen. Das nervt. Und belastet.

Hinzu kommt, dass es finanziell recht knapp ist bzw. wird, wenn ich all das umsetzen möchte, was ich mir vorgenommen habe. Ich möchte in den Urlaub fahren. Und zwar am liebsten 2 Wochen. Ich möchte ganz unbedingt möglichst bald mit dem Fitnessstudio anfangen. Ich muss aber vorher noch 2 Ratenzahlungen beenden (bis September bzw. Oktober), Geld für das 2. Jahr Mieterverein zurücklegen und vllt. auch was für die Renovierung zurücklegen. Aktuell mache ich keine Zahnarzttermine – obwohl ich müsste – weil ich nicht weiß wie ich die Rechnungen begleichen sollte.

Klar.. man könnte jetzt sagen „Ist doch einfach!“ Gesundheit > Urlaub. Aber ne. Ich brauch den Urlaub. Ziemlich dringend. Und ich freue mich da sehr lange drauf und es schmerzt mich schon, dass ich Berlin dieses Jahr nicht sehen werde.

Das mit dem Fitnessstudio ist auch überhaupt nicht diskussionswürdig. Zum einen habe ich das so abgesprochen, dass ich (spätestens) im Oktober dabei bin. Es steht nicht zur Debatte. Das muss irgendwie funktionieren. Dass ich jetzt aktuell aber Hummeln im Hintern habe und das unbedingt ausnutzen möchte, sollte ich halt auch nicht ausbremsen. Also muss ich irgendwie einen Weg finden das ab September schon zu können. Man drücke mir die Daumen, dass z.B. Momox den Ankauf vollständig akzeptiert.

In meinem Kopf kreist also das Abnehm-, Sport-, Gesundheit-ist-doof-Thema Amok… während das Leben da draußen halt auch nicht die Schnauze hält. Ich habe Angst vor meinem Briefkasten. Meine finanzielle Situation nervt mich das erste Mal seit Jahren so richtig (und wäre vermutlich mit 2 Telefonaten entschärfbar… aber maeh…) und dann nerven diese Schmerzen auch noch und statt das es mit „hier nehmen sie Tablette X“ einfach erledigt ist… wirds halt kompliziert. Und das frustriert.

Zumal die Risikofaktoren in dem Fall alle auf mich zugetroffen hätten. Aber es seit 2 Monaten nicht mehr tun. Das ist sinngemäß wie Diabetes bekommen, obwohl man gerade angefangen hat auf Zucker zu verzichten. Ungerecht. Ätzend. Gnarr.

Da mir bei „Immer nur eine Sache“ der Haushalt etwas entglitten ist… habe ich gestern angefangen den genau an der Stelle in Angriff zu nehmen, an dem er sich mit dem Abnehmen überschneidet. Und wo auch keine Option ist das aufzuschieben. Küche kann man aufschieben. Dann benutzt man halt erst mal den Backofen. Aber ich kann „Klamotten tragen, auf die ich wirklich Lust habe“ nicht aufschieben, wenn ich drohe dran vorbei zu schrumpfen. ^^

Also habe ich den Kleiderschrank und sämtliche Kleidungskisten genommen, auf die Couch verfrachtet und neben dem Olympia-Schauen anprobiert. Jetzt gibt es einen großen Karton mit „zu groß, zu doof, kann weg“… einen vollen Mülleimer mit „abgeranzt, zerrissen, löchrig, unnötig“ (Schlafshirts oder Zuhause-Rumgammel-Shirts dürfen gerne auch zerfetzt sein… das stört ja nicht… aber jetzt kann ich die Shirts, die mir zu groß sind dafür nutzen und die Fetzen entsorgen. ^^) … Sicher 10 Hosen die darauf warten, dass ich wieder reinpasse… schön markiert mit Größenbemerkung und einer Vermutung ab wann ich da rein passen könnte… (Dauert nicht mehr lang <3), ein Fach mit eben erwähnten neuen Schlafklamotten, einen Stapel mit „dauert noch“ und einen größeren Stapel mit „dauert gar nicht mehr so lange“… Außerdem gibt es einen Koffer voller Wintersachen, weil da das Anprobieren gerade mal voll keinen Sinn macht. Aktuell scheitere ich daran, dass ich nicht weiß wie ich das jetzt perfekt in den Schrank verfrachte… und dass der Kleiderschrank so weit von den Olympia-Ausstrahlungen entfernt ist. 😉 Aber da gibt es gleich ne Wettkampfpause (also zumindest was die interessanten Sachen angeht) und da könnte ich ja dann mal meine Kommandozentrale verlassen.

Anderseits muss ich heute auch noch ein wenig happy walken… damit mein Abendessen mehr als 58kcal umfassen darf… ich hatte heute Mittag keine Lust zu kochen.. und hab Fertigbaguettes gemacht. Die zerstören jede Bilanz. JEDE!

Ich kann also immer nur eine Sache. Und deswegen ist der „mehr bloggen“ Plan jetzt mehrfach gescheitert. Ebenso schläft der Buchblog, obwohl ich immerhin ab und an doch mal Bücher beende… mein Haushalt hat bald die Herrschaft übernommen… die Anforderungen von Außen erdrücken mich so vor sich hin… aber ein wenig Licht ist da… immerhin fehlt jetzt eine große Kiste im Kleiderschrank. 😉

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