Klick macht es leise aber bestimmt und in mir legt sich ein Schalter um. Da ist jetzt Distanz in mir. Zwischen uns. Und es überrascht mich nicht. Und ist alt vertraut und bekannt. Früher überrannte mich dieses Gefühl. Unerwarteter. Spontaner. Grundloser. Und damals verstörte es mich und machte mich traurig. Weil ich ja eigentlich so sehr wollte, aber nicht konnte. Jetzt ist es okay. Ich verstehe es. Es ist die Vernunft die hier gegriffen hat. Und es ist nicht traurig, sondern richtig aber auch einfach nur kompliziert. 

Aber kompliziert war es auch vorher schon und vielleicht, nein nicht vielleicht, sondern ganz bestimmt ist diese Kompliziertheit mit ein Grund wieso es plötzlich nach so vielen Monaten Klick macht und ich einfach nur möchte, dass es so bleibt wie es ist. Denn das ist okay. Wirklich voll okay. Für mich.

Ein wenig tut es mir leid und ich hoffe, dass es auch für dich okay ist. Und nicht nur für mich. Aber selbst wenn nicht, dann kann ich nichts daran ändern. Noch nie hat sich das Gefühl wieder geändert, wenn der Schalter erst mal eingerastet ist. Und es ist nicht meine Aufgabe. Es ist nicht meine Aufgabe ein schönes Lebens zu bereiten und dabei selbst nicht 100% zu bekommen. Zu warten und zuzusehen. Zu hoffen. Und eigentlich zu wissen, dass es nicht so wird, wie es sollte.

Das schlechte Gewissen sitzt wimmernd in der Ecke und schaut den Schalter an. Will ihn umstellen. Bettelt ein wenig. Fragt wieso er nicht früher reagiert hat, bekommt keine Antwort und verstummt.

Vielleicht hätte man was sagen sollen. Vielleicht gab es aber auch nichts zu sagen. Weil es im Hinterkopf schon nie passte. Und die Vernunft hätte irgendwann laut gebrüllt. Und dann hätte es weh getan. So richtig. Und nicht nur ein wenig.

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