Erzählen, dass es mir besser geht wollte ich. Darüber schreiben, dass ich seit dem Blogbeitrag letzte Woche meinen Arsch hoch bekommen habe und dann doch noch so einiges hier geschafft habe. Darüber reden, dass ich kurzzeitig mein Exil aufgegeben habe und einen durchaus netten Abend gehabt habe. Ich wollte positive Dinge schreiben. Vorhin noch. So „Alles wird schon irgendwie“ Dinge… und „Hey… nach dem Schreiben geht es immer aufwärts. Alles fein.“ Dinge… 

Und dann habe ich ein Tagebuch im Forum aufgerufen von jemandem den ich sehr, sehr schätze…. Und jetzt sitze ich hier und heule Rotz und Wasser… weil sie mit so ziemlich allem was sie einfach nur so in den Raum sagt tief in meinem Herzen rumrührt und Dinge zu Tage fördert die halt immer direkt Lawinen auslösen. Immer. Unabhängig davon, ob ich jetzt gerade ne depressive Grundstimmung habe, oder ob es mir ganz gut geht. Sie trifft einfach immer tief. 

Und genau deshalb hab ich es die letzten Wochen oft vermieden da rein zu schauen. Weil ich wusste, dass ich es nicht verarbeitet bekomme. Oder dass ich nicht den Kopf habe um es in dem Ausmaß zu würdigen, in dem es das verdient hätte… aber heute habe ich gelesen… und es ging um so vieles… Um den Mut sich zu trauen das zu tun, was man eigentlich möchte … das Vertrauen darin, dass es irgendwie schon gut werden wird… darum sein Leben zu nutzen… und irgendwann stand da auch ein Satz über junge Menschen und Krebs… und ich war gedanklich sofort bei der Chaoskatze… bei der ich manchmal schlicht vergesse, dass sie ja gar nicht mehr da ist. Und erst Recht nicht begreife, dass es schon 1,5 Jahre her ist… Und diese Erkenntnis, dass ihr Tod mich so viel mehr kratzt als jeder einzelne Todesfall in meiner Familie in den letzten Jahren. Dass da dieser Mensch so weit weg war… den man nur ein paar Mal gesehen hat… der einen so viel tiefer berührt als die eigene Verwandschaft. Die Erkenntnis, dass sie auch jetzt noch für all die Dinge steht, die ich einfach nicht so hin bekomme… und dass da immer ein wenig Neid mitschwang, weil sie einfach gemacht hat. Und weil sie – zumindest nie sichtbar – gehadert hat mit dem was passiert… Sie hat das getan was sie wollte. Egal für wie verrückt man sie gehalten hat. Sie hat es einfach getan. Und so oft nehme ich mir vor das auch einfach zu tun… einfach zu machen. Und tue es dann doch nicht. Und sehe wie die Zeit so verrinnt. Kätzchen, ich hab dich so bewundert. Immer. Und irgendwann… da werde ich mich auch einfach trauen. Versprochen.

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